Vom Schweizer Dorf nach Düsseldorf

Hotelschule in der Schweiz, Bachelor in Schottland und dann ins Steigenberger an der Königsallee, Hausnummer 1a. Im Alter von 28 Jahren. Klingt nach einem Berufsstart nach Maß.

Hendrikje Noel ist Sales Managerin im Steigenberger und zuständig für die Betreuung der Geschäftskunden, die im Steigenberger rund 70 Prozent der Gäste ausmachen. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg. Nach dem Abi zog es die 28-jährige Düsseldorferin in die Schweiz, Ziel war eine Hotelfachschule. Zunächst ging’s allerdings zu einem halbjährigen Pflichtpraktikum ins beschauliche Flims. Dort war alles etwas härter als am Schreibtisch auf der Königsallee. Um 6.30 startete die Praktikantin in ihren Arbeitstag. In Flims gab es allerdings einige Tücken die den Alltag erschwerten. „Die Küche in Flims war im Kellergeschoss, also musste jeder Teller und jedes Glas die Treppe hochgeschleppt werden“, sagt Noel. Dennoch hinterließ die Arbeit im Service bleibenden Eindruck.

„Gerade die Station im House Keeping hat mich ziemlich geprägt, seitdem weiß ich zu schätzen, was die Kollegen und Kolleginnen da jeden Tag leisten, während ich in meinem Büro sitze“, meint die Düsseldorferin. Hinzu kommt, dass die meisten Hotels in der Schweiz privat geführte Häuser sind und dadurch individueller und flexibler agieren können als die vielen Ketten, die man auch zuhauf in Düsseldorf findet. „Da konnte der Hotelier natürlich eine persönlichere Note in sein Haus bringen, sich fast alles erlauben“.

Dennoch ging’s nach dem Studium raus aus der Schweiz und ab nach Schottland, um den Bachelor zu beenden. Nach diesen internationalen Stationen war es dann die Liebe, die die 28-Jährige schließlich nach Düsseldorf führte. Jetzt trifft man sie nicht mehr beladen mit Tellern auf einer Kellertreppe in der Schweiz, sondern auf der schmucken Eingangstreppe des Steigenbergers an. Dort ist sie für die Betreuung der Geschäftskunden zuständig, die knapp 70 Prozent des Kundenstammes des Hotels am Kö-Bogen ausmachen. Die Geschäftskunden, so Noel, sind sehr pflegeleichte Gäste. „Die meisten Geschäftsleute sind sehr einfache Gäste. Die brauchen einen schnellen Check-In, ein Bett und ein gutes Frühstück, das war es auch schon. Wenn es mal ausgefallenere Wünsche wie die eines japanischen Gastes gibt, der eine bestimmte Zimmertemperatur oder Blumenbouquets wünschte, kümmert die junge Düsseldorferin sich darum.

Ohnehin dreht sich vieles um Akquise, potenzielle Kunden werden vom Angebot des Steigenbergers überzeugt, das nach Eröffnung des Kö-Bogens so einige Argumente auf seiner Seite hat, wie Noel mit einem Augenzwinkern begründet: „Da reicht meist schon ein Gang auf die Terrasse, dann ist der Kunde zufrieden.“