Verwirrter mit Pistole in der Uniklinik

Schreckensminuten an der Düsseldorfer Uniklinik: Ein Mitarbeiter des Hauses drang mit einer so genannten Softair-Pistole in den Klinikneubau „Zentrum für Operative Medizin II“ ein und bedrohte dort eine Frau mit der Waffe. Wie die Polizei und die Uniklinik auf Anfrage gestern mitteilten, ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Donnerstag (Altweiber) kurz vor 6 Uhr morgens.

Sicherheitskräfte der Uniklinik, die den Vorfall beobachteten, informierten umgehend die Polizei. Polizisten überwältigen den Klinik-Mitarbeiter schließlich und nahmen ihn fest. Nach Angaben der Polizei wurde der verwirrte Mann dann in eine Düsseldorfer Klinik für Psychiatrie gebracht.

Schnell gehandelt

Verletzt wurde bei dem Vorfall, bei dem nach Angaben der Polizei ein Beziehungshintergrund vorlag, zum Glück niemand. „Bei dem Mann handelt es sich um einen Klinikmitarbeiter aus dem nicht-medizinischen Bereich“, teilte Uniklinik-Sprecherin Susanne Dopheide auf Anfrage mit.

Die Polizei habe schnell gehandelt und den Mann sofort überwältigt. Bereits gegen 6.30 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen. Zur Tatzeit – frühe Morgenstunden – sei es in dem Klinikgebäude glücklicherweise sehr ruhig gewesen und „niemand zu Schaden gekommen“.

Polizei alarmiert

Dennoch habe der bewaffnete Mann „natürlich für einen Schreckensmoment“ gesorgt, so die Kliniksprecherin. Nach Angaben der Düsseldorfer Polizei handelte es sich bei der bedrohten Klinik-Mitarbeiterin um die Ehefrau des verwirrten Mannes, der zur weiteren Behandlung in eine Fachklinik für Psychiatrie gebracht wurde.

Der Vorfall ereignete sich im 180 Millionen Euro teuren Klinikneubau „Zentrum für Operative Medizin II“, der erst im vergangenen Sommer eröffnet worden war und in dem fünf Fachkliniken sowie eine zentrale Notaufnahme untergebracht sind. Unbewaffnete Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die das Gebäude wie auch das gesamte weitläufige Areal der Uniklinik an der Moorenstraße rund um die Uhr observieren, sahen den bewaffneten Mann und alarmierten umgehend die Düsseldorfer Polizei.