Verkaufsoffener Sonntag gerät zum Flop

Gestern war der erste verkaufsoffene Sonntag des Kalenderjahres, und der erste gilt unter Geschäftsleuten als traditionell besonders gut. Doch das Bild war ein ganz anderes. In der Innenstadt sah man wenige Passanten, die mit Mühe nur ihren Schirm halten konnten. In den Geschäften war nicht viel mehr los, als morgens an einem gewöhnlichen Wochentag.

Händler und Einkaufszentren machen keinen Hehl daraus, dass der Sonntag aus geschäftlicher Sicht ein Flop war. „Gegen Mittag sah es noch erfolgversprechend aus. Doch dann kamen deutlich weniger Kunden als an anderen verkaufsoffenen Sonntagen, es war verhalten“, sagt Harald Feit, Centermanager der Schadow Arkaden. Grund sei zum einen das schlechte Wetter. Die Temperaturen erreichten nur selten zehn Grad Celsius. Außerdem regnete es ab etwa 11.30 Uhr fast ohne Unterbrechung. Verstärkt wurde das Unbehagen im Freien dann noch durch den gegen Nachmittag zunehmenden Wind. „Bei dem Wetter sind die Kunden lieber zuhause auf der Couch geblieben“, so Feit.

Belastet habe den Sonntag auch der überdurchschnittlich gut besuchte Samstag gewesen. Die gestern zu Ende gegangene Messe Beauty dagegen hat nach Einschätzung des Centermanagers keinen Einfluss auf die Kundenströme am Sonntag in der Innenstadt gehabt.

2015 gibt es weniger verkaufsoffene Sonntage als in den Vorjahren. In der Innenstadt dürfen in diesem Jahr die Läden nur an zwei Sonntagen von 13 bis 18 Uhr öffnen, gestern aus Anlass der Messen Beauty und Top Hair sowie am 13. Dezember aus Anlass des Weihnachtsmarktes. Aus Sicht der Geschäftsleute ist das zu wenig. Der Einzelhandelsverband hat deshalb beantragt, zur Büchermeile am Rheinufer am 27. September einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag zuzulassen. Ein triftiger Anlass ist die Voraussetzung für die Ausnahme von der Sonntagsruhe.

Heute will der Verband ein Fazit zum gestrigen Tag ziehen.

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