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Unfallzahlen durch Blitzer-Aktionen in Düsseldorf stark gesunken

22.01.2013 | 23:00 Uhr
Innenminister Ralf Jäger initiierte den Blitz-Marathon - offenbar mit Erfolg. Hier misst er mit einem Schulkind das Tempo vorbeifahrender Autos.Foto: Caroline Seidel

Düsseldorf.   Noch nie gab es so viele Radarkontrollen wie im vergangenen Jahr. Vor allem: Zum ersten Male kündigte die Polizei ihre meisten Blitzer-Aktionen vorher öffentlich an. Diese Taktik hat sich offenbar bewährt. "Der Rückgang lag bei 18 Prozent", teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit.

Viele Autofahrer ließen den Fuß vom Gaspedal, weil sie nicht in eine Radarfalle tappen wollten. Das Präsidium registrierte im Jahre 2012 deutlich weniger Unfälle mit Verletzten, die durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht worden waren.

Der Rückgang lag bei 18 Prozent, teilte gestern Polizeisprecher Jochen Schütt mit. „Unsere Strategie der Verkehrsüberwachung wirkt.“

"Wir liegen jetzt im positiven Landestrend"

Insgesamt zählte die Polizei im Vorjahr 28 110 Unfälle. Einzelheiten dazu will sie am Freitag mit ihrem Verkehrsbericht vorlegen. Im Jahr 2012 wurden im Stadtgebiet 345 Verkehrsteilnehmer bei Unfällen schwer verletzt. Im Jahr davor waren es noch deutlich mehr: 402 Schwerverletzte. „Wir liegen jetzt im positiven Landestrend“, sagte Jochen Schütt.

Allerdings verunglückten hier 13 Menschen tödlich auf den Straßen. (2011 waren es elf). Dagegen sank die Zahl der Verkehrstoten auf den Autobahnen rund um Düsseldorf um mehr als das Doppelte von 23 auf zehn.

Kommentar
Blitzmarathon ist eine gute Sache

Zeus-Reporterin Lisa-Marie Siggemann ermahnt Autofahrer zu gewissenhafterer Fahrweise

 

Dass die Zahl der Raser-Unfälle so stark abnahm, führt die Polizei hier gleich auf mehrere Kampagnen zurück. Zum einen wurden allein in Düsseldorf drei von Innenminister Ralf Jäger initiierte Blitz-Marathone organisiert, bei denen in und um Düsseldorf die Geschwindigkeit von tausenden Autofahrern gemessen wurde.

Zum anderen startete die Düsseldorfer Polizei letztes Jahr ihre Schwerpunktkontrollen in ausgesuchten Vierteln mit auffallend vielen Fußgänger-Unfällen. Jeweils sechs Wochen lang standen die Stadtteile Oberbilk, Eller, Düsseltal, Oberkassel und Benrath im Visier der Ordnungshüter. Sie wurden dabei von den Hipos der Stadt und von der Verkehrswacht unterstützt.

Insgesamt stellte die Polizei dabei 15 300 Verstöße fest. In mehr als 12 000 Fällen fuhren die Autofahrer zu schnell. In über 1 800 Fällen hatten Fußgänger oder Radfahrer sich nicht an die Verkehrsregeln gehalten. So hatten viele einfach das Rotlicht missachtet.

Blitz-Marathon in NRW

 

Das Polizeipräsidium kündigt weiter einige seiner täglichen Radar-Kontrollstellen öffentlich an. Infos dazu gibt es auf der Polizei-Internetseite.

Michael Mücke


Kommentare
23.01.2013
14:08
Unfallzahlen durch Blitzer-Aktionen in Düsseldorf stark gesunken
von berni44 | #2

Wenn die Kontrollen erfolgen , wo z. B eine 20 km/h oder 30 km/h schlecht eingealten werden kann, sind diese Messanlagen nur auf Abzocke aus.
Diese Gägelungen der Autofahrer durch die amtlichen Stellen, führt zur Anarchie.
Die Menschen auchten die Gesetze und Verordnungen nicht mehr. Gehen sie mal aufmerksam durch die Gegend:. Ampeln werden nicht beachtet, Polizeibeamte werden angepöbelt und ausgelacht, in freier Landschaft laufen Leute und Hunde auf Äckern herum, Hundesteuer wird nicht gezahlt usw.
Die Polizei, die ja für Ordnung sorgen soll, wird als Geldeintreiber gesehen.

Bei solcher Art von Verhalten der öffentlichen Hand, würde ich mich, bedauerlicher Weise, nicht wundern, wenn , dem ein oder anderen Vertreter der Staatsmacht , körperliches Leid zu gefügt würde.
Schade um den Deutschen Staat.

23.01.2013
11:22
Unfallzahlen durch Blitzer-Aktionen in Düsseldorf stark gesunken
von matitz | #1

Es geht doch. Nur durch Wenig-Toleranz scheint es zu klappen. Dann noch die Strafen erhöhen und der Verkehr wird ein wenig friedlicher.

Wenn man dieses Prinzip noch anwenden würde, wie da wären Erhöhung der Polizeipräsenz und hartes Durchgreifen an Brennpunkten. Diesbezügliche Orte können alle Bürger sofort benennen.

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