Tritt in den Allerwertesten

Dirk Elbers war einer der umstrittensten Oberbürgermeister dieser Stadt – und sogar in seiner CDU. Der Schwarze war ein rotes Tuch für viele Bürger, Gruppen und Verbände, vor allem aber für die frühere Oppositionspartei SPD. Doch ausgerechnet die und deren OB Thomas Geisel, die sich im Wahlkampf stets für die benachteiligten Menschen in dieser Stadt eingesetzt haben, sich stets wehrten, dass Düsseldorf weiter zur teuren Luxus-Stadt wird, diese SPD vergoldet den Abgang des von den Bürgern geschassten Politiker Elbers mit einer Luxus-Pension für eine nur sechsjährige Amtszeit. Mit einer Summe, von der ganz normale Düsseldorfer nicht einmal zu träumen wagen.

Schon gar nicht die streikenden Erzieherinnen der städtischen Kitas, die gestern vor Beginn der Ratssitzung am Rathaus für die Anerkennung ihrer Arbeit protestierten und nur ein wenig Geld mehr für sich fordern. Für sie, die bei der Stadt weniger verdienen als Elbers nun als Ruhegeld aus der Stadtkasse bezieht, mag das wie Hohn klingen, ja geradezu wie einen Tritt in den Allerwertesten.

Es ist eine Schande, wie sorglos und in seltener Einigkeit die Politik mit Steuergeldern umgeht und nun einen Spaziergänger auf Kosten der Stadt unterhält. Dabei sollte jedem klar sein: Wer als Oberbürgermeister kandidiert, sollte sich vorher auch über die Konsequenzen bewusst sein. Dazu zählt eine mögliche Abwahl – es sei denn, man leidet unter Größenwahn...