Trickdieb gelobt Besserung: Bald nur noch Opa

Stadtmitte..  Mit sechs Monaten Strafe, ausgesetzt zur Bewährung, hat das Amtsgericht einen international mehrfach ertappten Juwelen-Dieb (64) wieder aus der U-Haft entlassen. Der Mann gab zu, im August 2013 als angeblicher Kunde bei einem Kö-Juwelier trickreich einen brilliantbesetzten Goldring für 4610 Euro eingesteckt und das Geschäft unbehelligt verlassen zu haben. „Den Erlös für den Ring hat er verjubelt“, erklärte sein Anwalt. Denn angeblich habe der Angeklagte die Tat zur Finanzierung seiner Spielsucht begangen. Erst Anfang 2015 in Zürich festgenommen, sei ihm jetzt in der Haft allerdings „klar geworden, dass das keine Kleinigkeit war, und er verspricht, dass er solche Taten nicht mehr begehen wird“, so sein Verteidiger weiter. Die Staatsanwältin drängte jedoch auf eine Haftstrafe von einem Jahr – ohne Bewährung. „Der Angeklagte bereist offenbar die ganze Welt und begeht mit hoher krimineller Energie solche Taten“, zumal er zuletzt auch in den USA und in Belgien aufgefallen sei. Da er in Deutschland allerdings noch nicht erwischt oder verurteilt wurde, daher als unbescholten galt, behandelte der Richter den 64-Jährigen wie einen Ersttäter – und räumte ihm eine Bewährungs-Chance ein. Der Angeklagte gab an, er wolle sich jetzt nur noch um sein Enkelkind kümmern und keine Trickdiebstähle mehr begehen.