Tresor-Klau: schneller Prozess

Exakt vier Wochen nach einem spektakulären Einbruch in eine Apotheke in Garath, bei dem vier Männer mit einem gestohlenen Tresor in ihrem Auto ertappt wurden, hat die Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen das Quartett erhoben. Das hat ein Sprecher des Amtsgerichts bestätigt. Ob und wann den Männern (26 bis 34 Jahre alt) der Prozess gemacht wird, steht aber noch nicht fest. In solchen besonders schweren Fällen des Diebstahls droht das Gesetz bis zu zehn Jahre Haft an. Zivilfahndern der Polizei war vor einem Monat aufgefallen, dass sich die vier Verdächtigen nachts an einer Fußgängerbrücke der Frankfurter Straße mit einem quadratischen Kasten abschleppten, dass sie den offenbar schweren Gegenstand mehrmals absetzen mussten, ihn auf den Rücksitz ihres Autos verfrachteten – und das unhandliche Beutestück als eine Art „Beifahrer“ abtransportieren wollten. Doch dazu kam es nicht.

Der Wagen und das verdächtige Quartett wurden vorher gestoppt, ein Polizeiarzt entnahm den Festgenommenen Blutproben, da der Verstand bestand, die als Einbrecher verdächtigten Männer könnten unter Drogen-Einfluss stehen. Sicher ist die Polizei, dass der als „Beifahrer“ angeschnallte Safe aus einer nahe gelegenen Apotheke im Einkaufszentrum Garath stammte. Denn dort hatten Einbrecher das Rolltor in dieser Nacht gewaltsam hochgeschoben, hatten eine dahinter liegende Tür aufgebrochen und den Safe weggeschleppt. Was sich in dem Geldschrank befand, erfuhren die vier Festgenommenen jedoch nicht mehr. Schon bei ihrer skurrilen Methode des Abtransports ertappt und von Zivilbeamten verfolgt, landeten alle direkt in U-Haft. Jetzt per Eilverfahren angeklagt, sollen sie sich demnächst wegen gemeinschaftlichen schweren Einbruchsdiebstahls vor Gericht verantworten. Drei der vier Tatverdächtigen sind bereits wegen Eigentumsdelikten bei der Polizei bekannt.