Toter Sänger wird posthum Ehrenmitglied der Deutschen Oper

Sänger Oleg Bryjak (links), hier als Graf Waldner in in einer Aufführung der Oper Arabella von Richard Strauss in der Deutschen Oper Berlin, wird in seinem Stammhaus posthum zum Ehrenmitgleid ernannt.
Sänger Oleg Bryjak (links), hier als Graf Waldner in in einer Aufführung der Oper Arabella von Richard Strauss in der Deutschen Oper Berlin, wird in seinem Stammhaus posthum zum Ehrenmitgleid ernannt.
Foto: imago/Raimund Müller
Was wir bereits wissen
Dem bei dem Germanwings-Absturz ums Leben gekommenen Bassbariton Oleg Bryjak wurde mit Zustimmung der Oberbürgermeister aus Düsseldorf und Duisburg eine besondere Ehre zuteil.

Düsseldorf/Duisburg.. Der bei dem Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März in Frankreich ums Leben gekommene Bassbariton Oleg Bryjak wurde von der Deutschen Oper am Rhein (Düsseldorf/Duisburg) mit Zustimmung der Oberbürgermeister beider Städte posthum zum Ehrenmitglied ernannt.

Sie würdigt damit sein bedeutungsvolles Wirken an der Deutschen Oper am Rhein, in deren Ensemble er seit der Spielzeit 1996/97 Mitglied war. Außerdem trug Bryjak durch seine zahlreichen Erfolge in der internationalen Opernwelt zum Renommee seines Stammhauses bei.

Nach Gastauftritten unter anderem in Leipzig, Dresden, Zürich, Madrid, Tokio, Los Angeles, Straßburg sowie an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, der Lyric Opera of Chicago, der Opéra National de Paris und des Royal Opera House Covent Garden London debütierte Bryjak im vergangenen Jahr erfolgreich in Bayreuth als Alberich in Richard Wagners „Siegfried“ und erhielt dort Folgeengagements für weitere Jahre. Als Alberich hatte Oleg Bryjak auch im Gran Teatre del Liceu in Barcelona gastiert, bevor er am 24. März den schicksalhaften Rückflug nach Düsseldorf antrat.

„Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied bleibe Bryjaks Name besonders mit der Deutschen Oper am Rhein verbunden, die mit ihm einen großartigen Sänger und hoch geschätzten Kollegen verloren habe“, so Generalintendant Christoph Meyer. Der Titel drücke zudem die große Wertschätzung aus, die Oleg Bryjak gebühre und den Dank für fast zwei Jahrzehnte großer Verbundenheit.