Tote Hosen tanken neue Energie bei Clubtour in Argentinien

Hosen-Frontmann Campino ist mit seinen Jungs derzeit zu Club-Konzerten in Buenos Aires unterwegs. Die sind seit Wochen ausverkauft.
Hosen-Frontmann Campino ist mit seinen Jungs derzeit zu Club-Konzerten in Buenos Aires unterwegs. Die sind seit Wochen ausverkauft.
Foto: Uwe Schaffmeister
Was wir bereits wissen
Die Düsseldorfer Band rockt derzeit ihre zweite Heimat Buenos Aires. In Argentiniens Hauptstadt spielen sie fünf Konzerte in ihren Lieblingsclubs.

Düsseldorf.. Düsseldorf ist für die Toten Hosen erste Wahl – die argentinische Hauptstadt Buenos Aires aber ist die zweite Heimat. Genau dort ist die Band seit vergangener Woche, hat Freitag und Samstag bereits Konzerte gegeben. Seit ihrem ersten Konzert 1992 hat sich zwischen den Menschen dieser Stadt und den Jungs aus Düsseldorf eine besondere Beziehung entwickelt.

So durften die Hosen unzählige Erlebnisse mit ihren dortigen Anhängern teilen, die einen festen Platz in der Band-Biografie haben. Zum Beispiel das spontane Straßenkonzert auf der Calle Rodriguez Peña, bei dem der gesamte Innenstadtverkehr zusammenbrach, der Auftritt bei der Abschiedsshow von den Ramones im River-Plate-Stadion, der Abend, als Iggy Pop zu ihnen auf die Bühne sprang, um „Wild Thing“ zu singen oder der Zusammenbruch der Bühne nach den ersten 20 Sekunden von „Opel-Gang“ bei einem Auftritt im Jahr 2000. Und dann bekam die Band im Jahr 2012 auch noch die Ehrenbürgerschaft von Buenos Aires verliehen, die von den dortigen Fans initiiert worden war. In keinem anderen Land außer in Deutschland werden Campino und Co. so umjubelt wie in Argentinien.

Tote Hosen feiern mit Freunden

Um dem Ganzen jetzt die Krone aufzusetzen, habe sie sich entschieden, in diesem Jahr eine ganz besondere Tournee zu spielen. Keine großen Mega-Shows, sondern schlicht und einfach eine Auswahl ihrer Lieblingsclubs und –theater in der ganzen Stadt. Fünf Abende lang wollen die Hosen nun mit ihren Freunden feiern und versuchen, nicht nur die Bühne, sondern auch das Dach abzureißen. Morgen ist ein weiteres Konzert angesagt, die letzten zwei folgen dann am Freitag und Samstag. Klar, dass die Konzerte seit Wochen ausverkauft sind.

„Wir haben keine leichte Zeit hinter uns“, sagte Hosen-Frontmann Campino vor der Abreise. „Der Tod unseres engen Freundes und Managers Jochen Hülder wiegt schwer. Wir wissen aber, dass er nichts anderes von uns erwarten würde, als unsere gemeinsame Sache mit voller Energie weiterzuführen. Es gibt kaum einen besseren Ort für uns, neue Energie zu tanken und das Leben zu zelebrieren, als Buenos Aires. Wir freuen uns unglaublich auf diese Konzerte und werden dann mit vollem Schwung aus Südamerika zurück nach Europa kommen, um in bester Verfassung die wichtigen Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu spielen.“