Das aktuelle Wetter Düsseldorf 25°C
Skandal-Theater

Tierschützer wollen keine Wildtiere auf Theater-Bühnen sehen

25.07.2012 | 06:00 Uhr
Tierschützer wollen keine Wildtiere auf Theater-Bühnen sehen
Eine Szene aus dem Düsseldorfer Skandal-Stück „Narcisses“: Tänzerin Annabelle Chambon mit einem Wolf.

Düsseldorf.   Im Oktober gastiert die Französin Coraline Lamaison mit ihrem Stück „Narcisses“ im Tanzhaus NRW in Düsseldorf. Mit auf der Bühne stehen zwei lebende Wölfe. Und das sind nicht die einzigen Wildtiere im Theater. Aufgebrachte Tierschützer üben harsche Kritik an den Theater-Machern.

Beim Düsseldorfer Tierschutzverein stehen die Telefone nicht mehr still. Stundenlang müssen Mitarbeiter aufgebrachte Tierfreunde beruhigen und über Sinn und Unsinn von Kunst diskutieren. Hintergrund: Im Oktober gastiert die Französin Coraline Lamaison mit ihrem Stück „Narcisses“ im Tanzhaus NRW. Mit auf der Bühne stehen zwei lebende Wölfe. Nicht die einzigen Wildtiere im Theater. Ende August werden zur Tanzmesse neun Schwäne erwartet. Als Darsteller eines modernen „Schwanensee“.

Eigentlich saß Angela Vucko vom Tanzhaus Dienstag am letzten Schliff des Spielplans. Und dann das. Angela Vucko kann die Aufregung nachvollziehen, „so etwas haben wir ja auch nicht alle Tage.“ Die Schwäne begleiten eine nordfranzösische Compagnie zur Internationalen Tanzmesse und wurden von den Tänzerinnen groß gezogen. Die Wölfe stammen aus Toulouse und seien öffentliche Auftritte „von Kindesbeinen an“ gewöhnt. Sie absolvierten Film- und Bühnenengagements, reisen mit zwei Wolfstrainern an und werden mit ihnen fünf Minuten auf der Bühne sein. Untergebracht sind sie voraussichtlich im Tanzhaus. „Wir halten uns an alle Auflagen“, so Vucko. Eine Absperrung wird die Zuschauer während der Vorstellungen von den Wölfen trennen.

Den Tierschützern geht es ums Prinzip

Den Tierschützern aber geht es ums Prinzip. „Wildtiere gehören nicht auf die Bühne“, sagt Tierschutzchefin Monika Piasetzki. Den konkreten Fall prüft jetzt das Veterinäramt. Es muss die Auftritte genehmigen. Entscheidend sind Anforderungen des Tierschutzgesetzes wie etwa eine angemessene Unterbringung und Begleitung: Wölfe sind Rudeltiere, brauchen den Sozialkontakt und ausreichend Auslauf. Außerdem müssen Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Amtschef Klaus Meyer: „Wir gehen das jetzt an.“

Petra Kuiper



Kommentare
25.07.2012
13:30
Tierschützer wollen keine Wildtiere auf Theater-Bühnen sehen
von WaddeHaddeDuddeDa | #1

Na und? Besser als tote Wölfe auf der Bühne...

Aus dem Ressort
Vater missbrauchte siebenjährige Tochter vor der Kamera
Kindesmissbrauch
Das Düsseldorfer Landgericht hat gestern einen Familienvater zu einer hohen Haftstrafe verurteilt, der eine seiner kleinen Töchter mehrfach vor der Kamera missbrauchte. Er ließ sie tagsüber im Ehebett schlafen, während er nebenan im Computer Pornobilder ansah. Und dann missbrauchte er sie.
15 Menschen nach Brand an Elektro-Verteilerkasten gerettet
Feuerwehreinsatz
Ein Brand im Treppenraum eines Mehrfamilienhauses in Düsseldorf-Pempelfort rief heute in den frühen Morgenstunden die Feuerwehr auf den Plan. Es brannte die Elektro-Verteilerkasten. Die Einsatzkräfte retteten 15 Menschen.
"Beuys" wird "Geist" - Streit um Fettecken-Schnaps beigelegt
Kunst
Drei Künstler hatten aus Überresten des vor mehr als 30 Jahren zerstörten Joseph-Beuys-Kunstwerks "Fettecke" 50-prozentigen Schnaps gebrannt. Diese Aktion führte zu einer Auseinandersetzung mit Beuys' Witwe. Jetzt ist der Streit beigelegt. Es gibt eine Einigung.
Polizisten in Düsseldorf gleich in zwei Unfälle verwickelt
Unfall
Zwei Polizeibeamte sind am Donnerstag bei einem Unfall in Düsseldorf verletzt worden. Auf dem Weg ins Krankenhaus wurde dann der Rettungswagen mit den Beamten in einen weiteren Unfall verwickelt. Die Kollegen sind laut Polizei noch in ärztlicher Behandlung, aber auf dem Weg der Besserung.
Die tierischen Einsätze der Düsseldorfer Feuerwehr
Tiere in Not
Sechs Düsseldorfer Feuerwehrmänner wurden zu Reptilien-Experten geschult. In der gesamten Region kommen sie zum Einsatz. In Mülheim zum Beispiel haben sie ein Haus von einer Kobra befreit. An der Uni-Klinik DÜsseldorf wurde außerdem ein spezielles Serum-Depot eingerichtet.
Fotos und Videos
Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fortuna
NRZ Leser auf der Kirmes
Bildgalerie
Hinter den Kulissen
St. Sebastianus feiert
Bildgalerie
Schützen
Open Source Festival
Bildgalerie
Rennbahn