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Tierärzte besuchen "Underdogs"

06.06.2008 | 18:18 Uhr

PROJEKT. 200 Menschen leben auf der Straße - viele von ihnen haben Hunde. Und die werden jetzt medizinisch betreut.

Die Hunde auf der Seite des Kleinlasters sehen mit ihren Augenklappen etwas ramponiert aus. Absichtlich: Der Laster ist eine voll ausgestattete rollende Tierarzt-Praxis und soll zu Treffpunkten von Obdachlosen und ihren Hunden fahren. Etwa 200 Menschen leben mit ihren Vierbeinern auf der Straße, schätzt die Obdachlosenhilfe "fiftyfifty". Für das Projekt "Underdog" fahren zwei Sozialarbeiter durch die Stadt und geben Wohnungslosen Tipps, wie sie ihre Hunde füttern und pflegen können. Zusätzlich steigen dreimal in der Woche Tierärzte in den "Underdog"-Wagen - Kennzeichen D-OG - und untersuchen kostenlos kranke Tiere.

Im Praxis-Laster können die Ärzte Tiere impfen, verbinden, und auch kleine Operationen ausführen. Das Fahrzeug kostet rund 55 000 Euro, die laufenden Kosten sollen durch Spenden herein kommen.

Das Land fördert die beiden halben Stellen der Sozialarbeiter drei Jahre lang zu 70 Prozent.

"Underdog" soll nicht nur die besten Freunde der Wohnungslosen gesund halten, erläutert Hubert Ostendorf von "fiftyfifty", Träger des Projekts: Über den Kontakt zu den Hunden "ereichen wir auch besonders Verelendete mit ihren Tieren, die bisher keine Hilfe angenommen haben."

Informationen unter www.fiftyfifty-underdog.de

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