Suche nach Vergewaltiger - Polizei Mettmann lädt Hunderte Männer vor

Nach der Täterbeschreibung beider Vergewaltigungsopfer wurde ein Phantombild angefertigt.
Nach der Täterbeschreibung beider Vergewaltigungsopfer wurde ein Phantombild angefertigt.
Was wir bereits wissen
Die Polizei sucht noch immer intensiv nach dem zweifachen Vergewaltiger von Langenfeld und Hilden. Mehrere Hundert Männer wurden nun vorgeladen.

Langenfeld/Hilden.. Im Fall einer Doppelvergewaltigung in Langenfeld und Hilden im Kreis Mettmann hat die Polizei ihre Suche nach dem Täter noch nicht aufgegeben. Eine Polizeisprecherin bestätigt, dass vor wenigen Tagen mehrere Hundert Männer aufs Präsidium vorgeladen wurden.

Ob die aktuellen Vorladungen nur zum Verhör dienten, oder ob die Männer auch DNA-Proben abgeben mussten, möchte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben. Ebenfalls lassen die Beamten offen, nach welchen Kriterien die Verdächtigen vorgeladen wurden. Klar ist lediglich, dass alle Männer nach einem "bestimmten Raster" ausgewählt worden seien, wie eine Sprecherin der Kreispolizei erklärt. In den kommenden Tagen werden die Ergebnisse der Gespräche ausgewertet.

Mit Phantombildern auf Fahndungsplakaten, Handzetteln, in der Zeitung und im Internet startete die Polizei Mitte November des vergangenen Jahres eine groß angelegte Öffentlichkeitsfahndung nach dem mutmaßlichen Täter. Rund 300 Hinweise waren daraufhin bei der Polizei eingegangen, von denen allerdings keiner half, den Doppel-Vergewaltiger zu identifiziert.

Polizei erhoffte sich Infos von anonymem Hinweisgeber

Im Mai und September 2014 soll sich der Täter an zwei Frauen in Langenfeld-Berghausen und Hilden-Süd vergangen haben. Konkrete Hinweise hatten sich die Ermittler von einem anonymen Hinweisgeber erhofft, durch den der zweite Vergewaltigungsfall in Hilden-Süd erst bekannt wurde. In einem anonymen Brief hatte sich diese Person Anfang November an die Polizei gewandt. Doch auch hier kamen die Ermittlungen nicht weiter.



Zur Unterstützung der Öffentlichkeitsfahndung hat die zuständige Staatsanwaltschaft in Düsseldorf 1500 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung und Verurteilung des gesuchten Straftäters führen. Nachwievor wird nach einem wiefolgt beschriebenen Täter gesucht: Er soll Anfang bis Mitte 20 Jahre alt und größer als 1,80 Meter sein. Der gesuchte Mann hat eine stabile bis kräftige Figur mit auffällig dicken Waden, dunkelblode kurze Haare, und ein Babygesicht. Weiter spricht er nach Angaben der Vergewaltigungsopfer gebrochen Deutsch.

Hinweise erbittet die Kreispolizeibehörde Mettmann unter der Sonderrufnummer 02104/982-7129 oder per E-Mail an poststelle.mettmann@polizei.nrw.de. (dho)