Straßenkarneval in Düsseldorf - Sanitäter im Dauereinsatz

276 Mal mussten Sanitäter am Donnerstag in Düsseldorf Jecken versorgen, die zu viel getrunken hatten.
276 Mal mussten Sanitäter am Donnerstag in Düsseldorf Jecken versorgen, die zu viel getrunken hatten.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
In Düsseldorf musste zum Auftakt des Straßenkarnevals der Sanitätsdienst verstärkt werden. In Köln gab es sogar zahlreiche Schlägereien.

Düsseldorf/Köln.. Polizei und Rettungskräfte haben zum Auftakt des Straßenkarnevals in Düsseldorf wieder alle Hände voll zu tun gehabt. Strahlender Sonnenschein bei Temperaturen um sieben Grad hatte an Weiberfastnacht in den Innenstädten Zehntausenden das Feiern leicht gemacht.

In Düsseldorf fielen in der Altstadt so viele Einsätze an, dass der Sanitätsdienst verstärkt werden musste. Bis 18 Uhr zählte die Feuerwehr in der Landeshauptstadt bereits 289 karnevalsbedingte Einsätze. Allein 276 Menschen hatten zu viel getrunken, darunter 35 Jugendliche. Jüngster Patient sei ein 15-Jähriger gewesen, der sich bereits am Vormittag betrunken bei der Feuerwehr gemeldet und um Abholung gebeten habe, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. 58 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, alle alkoholisiert.

Die Düsseldorfer Polizei nannte keine Einsatzzahlen. "Es wird sehr viel Alkohol getrunken und das bekommt den Menschen nicht", sagte ein Sprecher.

99 Männer und 15 Frauen beim Wildpinkeln erwischt

In Köln nahm die Polizei am Donnerstag bis zum frühen Abend 56 Personen in Gewahrsam. Polizeibeamte schritten bei Körperverletzungen und zwei Sachbeschädigungen ein. Ein Beamter wurde leicht verletzt. Bis 16.30 Uhr wurden 36 Strafverfahren unter anderem wegen Taschendiebstahls eingeleitet, berichtete die Polizei am Donnerstag. Am Abend stellte eine Sprecherin fest, dass viele Karnevalisten zunehmend betrunken seien. "Entsprechend steigen die Streitereien und die Körperverletzungs-Delikte."

Karneval Der Kölner Rettungsdienst zählte bis 20 Uhr 607 Einsätze, deutlich mehr als im Vorjahr (524), vor allem waren kleinere Verletzungen zu versorgen. Zwei Mal befreiten Feuerwehrleute Karnevalisten aus feststeckenden Aufzügen.

Kontrolleure der Stadt Köln nahmen bis 15 Uhr Jugendlichen 49 Mal Wein, Bier und vor allem Spirituosen weg und schütteten sie aus. 43 Jugendliche wurden beim Rauchen erwischt. 99 Männer und 15 Frauen ertappten die Ordnungshüter beim Wildpinkeln.

Zahlreiche Schlägereien in Köln

Gegen Abend kam es vor allem in Köln auch zu Schlägereien. "Schlägereien haben wir noch jede Menge", sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Die Rettungskräfte mussten gegen 02.30 Uhr noch rund 60 Einsätze abarbeiten. In Düsseldorf kümmerten sich Polizisten nachts noch vereinzelt um Ruhestörer und Randalierer. "Bei uns ist es für Karneval relativ ruhig", sagte ein Sprecher.

An Weiberfastnacht feierten Zehntausende Menschen in den Innenstädten. Wie oft Polizei und Sanitäter zum Auftakt des Straßenkarnevals insgesamt ausrücken mussten, stand noch nicht fest. Auch in Aachen kam es nachts zu kleineren Prügeleien und Streitigkeiten. Vier Polizisten wurden bei den Einsätzen leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher in Aachen sagte. (dpa)