Strapse, Agenten und Legosteine

Rauchende Erdbeeren, sich übergebende Bananen und wankende Wiesen – es ist dieser Tage kurios mit anzusehen, welche Blüten der Karneval treibt. Da gibt es junge Mädchen in Strapse, die kokett mit Kleinen Klopfern und Feiglingen durch die Straßen ziehen und – „aaach Maaaaann“ – nach zwei Stunden offen erbost, heimlich triumphierend, ihre Freundinnen fragen, warum sie jetzt schon vom vierten FBI-Agenten angepackt wurden. Eben jenen von einen der FBI-Agenten, die gehäuft in großen Gruppen auftreten, und heute – Entschuldigung, das schon vorhersehen zu müssen - vor 14 Uhr nicht mehr ihren Namen klar aussprechen werden können. Sie übrigens auf den Namen Jaques Tilly anzusprechen, könnte eine amüsante Straßenumfrage wert sein.

Dann gibt es noch jene, die das mit dem Verkleiden ziemlich ernst nehmen und fernab von Cowboy und Indianer nach auffälligen Alternativen suchen. Oft mit Erfolg, Hut ab – aber oft auch zum Mitleid haben. Da stand dieser kleine Junge am Straßenrand, verkleidet als riesiger Legostein, der vor Karneval ein Karton war. Kamelle fangen? Unmöglich! Frei bewegen? Unmöglich! Sitzen? Unmöglich! Was uns das lehrt? Alles ist gut, wenn man es nicht übertreibt!