Sticheleien der rheinischen Rivalen
15.02.2012 | 17:49 Uhr 2012-02-15T17:49:00+0100
Düsseldorf.Streit zwischen Düsseldorf und Köln: Wer baut den witzigsten „Wulff-Wagen“?
Sticheleien der rheinischen Rivalen haben im Vorfeld des Rosenmontags Tradition. Jetzt geht es um den Wettstreit, wer den witzigsten „Wulff-Mottowagen“ präsentiert. Die Kölner zeigen den Bundespräsidenten als unschuldiges Papp-Häschen auf der Schlachtbank. Doch wer ist der Metzger, dem der Pappmaché-Wulff zum Opfer fallen soll? Für den Düsseldorfer Wagenbau-Kreativkopf Jacques Tilly geht diese Darstellung an der Wirklichkeit vorbei.
Wulff als Unschuldslamm - das werde es in Düsseldorf nicht geben, kündigte Tilly an. Entsprechend gespannt sind die Karnevalisten darauf, wie die Düsseldorfer den ersten Mann im Staat persiflieren. Das Geheimnis um den Wulff-Wagen wird bekanntlich erst kurz vor dem Start des Rosenmontagszugs gelüftet.
Die Kölner Zugmacher kritisierten derweil: „Düsseldorf nimmt die Volksmeinung und haut noch einen drauf. Damit ist man immer richtig“, sagte Kölns Zugleiter Christoph Kuckelkorn dem WDR. „Mal den Mut zu haben, gegen den Strich zu bürsten, sein Thema in der Unklarheit auch mal darzustellen, ich glaube, das ist die wirklich wahre Aussage.“
Das Comitee Düsseldorfer Carneval wollte das nicht kommentieren. Es steht weiter hin die Ankündigung von Zugleiter Hermann Schmitz: „Unsere Mottowagen werden frech und aktuell sein und für Furore sorgen.“
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