Städtepartnerschaft mit Toulouse rückt näher

Der Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zu einer Städtepartnerschaft im Sommer 2015 sowie die Förderung der Wissenschafts- und Bildungskooperation standen während der eintägigen Toulouse-Reise von Oberbürgermeister Thomas Geisel im Vordergrund. Gemeinsam mit Prof. Dr. Rainer Haas, dem Direktor des Universitätstumorzentrums, besuchte der OB das renommierte Krebsforschungszentrum „Cancéropôle de Toulouse“ (Oncopôle). Das Oncopôle schafft Synergieeffekte zwischen dem wissenschaftlichen, technologischen, klinischen, medizinischen und dem pharmazeutischen Sektor sowie öffentlichen und privaten Akteuren. Haas und Geisel waren begeistert von der Effektivität und Innovation des Instituts und diskutierten mit den französischen Kollegen die Möglichkeit eines Doktorandenaustauschs zwischen Toulouse und Düsseldorf. Das Tumorzentrum der Heine-Universität wird seit 2013 von der Deutschen Krebshilfe gefördert und bietet eine Reihe von Aus- und Weiterbildungsprogrammen für den transnationalen Austausch.

Im weiteren Verlauf des Tages besuchte der Oberbürgermeister eine Anlage für sozialen Wohnungsbau der Toulouser Wohnungsgesellschaft. Der Leiter des Programms „Aicard“, Benoît Boldron, und Geisel tauschten sich über bestehende Problematiken beim Thema Wohnraum in den eigenen Städten aus und diskutierten praxisorientierte Ideen und Lösungskonzepte im Bereich des nachhaltigen und sozialen Wohnens. „Viele Städte in Europa stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie Düsseldorf, was das Thema Wohnraum angeht. Da ist es hilfreich, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und sich auch mit den Ideen und Lösungskonzepten in anderen Städten zu befassen“, so Geisel.

Am Abend traf den Toulouser OB Jean-Luc Moudenc. Auf Basis der geplanten Zusammenarbeit im Bereich Bildung unterschrieben die beiden Oberbürgermeister eine Absichtserklärung zum Jugendaustausch, die es ab Sommer 2015 Toulouser und Düsseldorfer Jugendlichen ermöglichen soll, ein einmonatiges Praktikum in der jeweils anderen Stadt zu absolvieren. Gefördert durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, unterstützen die Städte die Jugendlichen bei der Wohnungs- und Praktikumssuche.

Im Rahmen ihres Gesprächs bekräftigten beide Stadtoberhäupter ihren Willen, die bestehende und lebendige Städtefreundschaft im Sommer 2015 auch formal in den Status einer offiziellen Städtepartnerschaft zu erheben und damit eine stabile Grundlage für den Ausbau der Kooperationsprojekte und das Miteinander der Bürger zu schaffen.