Das aktuelle Wetter Duesseldorf 8°C
Energie

Stadtwerke Düsseldorf gründen grüne Tochter

20.05.2010 | 14:35 Uhr
Stadtwerke Düsseldorf gründen grüne Tochter

Düsseldorf.Die Stadtwerke Düsseldorf gründen ein Tochterunternehmen und wollen einen dreistelligen Millionenbetrag in erneuerbare Energien investieren.

Die Stadtwerke setzen mit der Gründung des Tochterunternehmens Grünwerke ein deutliches Zeichen für den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien: "Wir wollen einen dreistelligen Millionenbetrag in erneuerbare Energien investieren", so Rainer Pennekamp, Vorstand der Stadtwerke.

Im Mittelpunkt steht dabei die neu gegründete Tochtergesellschaft Grünwerke: "In unserem neuen Tochterunternehmen bündeln wir alle Aktivitäten im Bereich der Windkraft - sowohl an Land wie auch auf See - und der Sonnenenergie. Das erste neue Projekt der Grünwerke ist die Beteiligung an dem Offshore-Projekt 'EnBW Baltic 1', an dem wir uns mit vier Megawatt beteiligen. 'EnBW Baltic 1' ist der erste kommerzielle Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee und wurde von der EnBW Erneuerbare Energien GmbH entwickelt. Die Fertigstellung ist für Ende 2010 geplant", so Pennekamp weiter.

Strategisches Ziel der Stadtwerke Düsseldorf ist, die Erzeugungskapazitäten im Bereich erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 nahezu zu vervierfachen und somit auf 500 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr auszubauen. Diese Menge reicht aus, um rund 125.000 Haushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Jahr zu versorgen. Neben Projekten für die Wind- und Sonnenenergie wird das Unternehmen auch verstärkt in Biomassekraftwerke investieren.

„Grüne Tochter“

Der Name Grünwerke steht bei den Stadtwerken Düsseldorf für die "grüne" Tochter des Unternehmens.

"Die Grünwerke verdeutlichen den Bezug zu den Stadtwerken Düsseldorf und stehen gleichzeitig für unser Engagement im Bereich erneuerbarer Energien", ergänzt Trunk. Das Geschäftsmodell der neuen Erneuerbare Energien-Gesellschaft wird schwerpunktmäßig darin bestehen, schlüsselfertige Anlagen zu erwerben und zu betreiben.

Die Stadtwerke sehen einen Vorteil der neuen Gesellschaft darin, dass die im Unternehmen bereits vorhandenen Kompetenzen gebündelt und gezielt ausgebaut werden können. "Bei den Grünwerken werden Experten aus den Bereichen erneuerbare Energien und Akquisitionen eingesetzt, die sich um die Großinvestitionen kümmern. Zusätzlich greifen wir auf die Spezialisten aus dem Hause Stadtwerke Düsseldorf zurück", so Matthias Trunk, Geschäftsführer der Grünwerke. Besonders erfreulich ist: Der stadtwerkeeigene Energiemix wird sich dabei deutlich zugunsten erneuerbarer Energien verschieben.

"Die Grünwerke werden aber auch unsere bisherigen Aktivitäten in diesen Bereichen, wie den Windpark im nahe gelegenen Willich mit einer Leistung von insgesamt vier Megawatt oder unsere über 300 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach des technischen Rathauses übernehmen", fasst Pennekamp den Aufgabenbereich der Stadtwerke-Tochter zusammen.

Das Unternehmen wird in Nordrhein-Westfalen tätig sein, aber auch außerhalb der Landesgrenzen - wenn sich interessante Projekte ergeben. Die Grünwerke haben angekündigt, in den kommenden Monaten weitere Projekte vorstellen.

NRZ

Facebook
 
Kommentare
22.05.2010
09:39
Stadtwerke Düsseldorf gründen grüne Tochter
von peter.peters.de | #2

.

Ökostrom = hohe Subventionen = jeder Stromkunde zahlt dafür... Und durch Ökostsrom wird kein einziges kg CO2 eingespart!

.

20.05.2010
22:37
Stadtwerke Düsseldorf gründen grüne Tochter
von feder24 | #1

Ich lese immer 4MW Leistung offshore und nochmals 4 MW wohl aus der Eifel.
Das ist Spielzeugkram , wenn man an das ursprünglich geplante moderne Kohlenkraftwerk am Hafengebiet denkt, was aber von den Politikern der Stadt abgelehnt wurde. Wo kommen die restlichen 992 MW her?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3006812/create

Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Nichtschwimmer stirbt nach Badeunfall
Unglück
Tödlicher Leichtsinn: Das Abtauchen ins kühle Nass an einem sommerlich-warmen Abend kostete einem 36-Jährigen das Leben. Obwohl der Leiharbeiter aus Polen Nichtschwimmer war, sprang er am Sonntag gegen 19.20 Uhr in den Elbsee. Dabei hatte der Mann offensichtlich unterschätzt, dass es hier schon am...
Hohe Waldbrandgefahr in Düsseldorf
Feuerwehr
Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann ausreichen, um einen verheerenden Waldbrand auszulösen. Die Stadt Düsseldorf mahnt deshalb besonders jetzt zum vorsichtigen Umgang mit Feuer im Freien. Bei Verstößen gegen Verbote drohen hohe Strafen.
Text