Stadt warnt vor K.O.-Tropfen bei der großen Kirmes am Rhein in Düsseldorf
13.07.2011 | 10:32 Uhr 2011-07-13T10:32:00+0200
Düsseldorf.Die Stadt Düsseldorf warnt Besucher der großen Kirmes am Rhein vor K.O.-Tropfen: Diese heimlich verabreichten Drogen könnten Opfer willenlos machen und sogar tödlich sein. Eine Internetseite informiert über die Gefahren.
D. ist verzweifelt. Als die junge Frau aufwacht, hat sie keine Ahnung, wie sie in ihre Wohnung gekommen ist, ihre Kleider liegen verstreut umher, unter der Dusche entdeckt sie Hämatome und Spermaspuren an ihrem Körper. Alkohol hat die Diabetikerin bei der Party am Abend vorher kaum getrunken. D. wendet sich telefonisch an die Frauenberatungsstelle – der Verdacht: Sie ist Opfer von K.O.-Tropfen.
Ihre Geschichte ist kein Einzelfall, 19 ähnlicher Fälle wurden seit März 2010 bei der Düsseldorfer Polizei angezeigt, aber „das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer dürfte viel höher sein“, sagt Stephan Keller, Vorsitzender des Kriminalpräventiven Rats (KPR). Anlässlich der Rheinkirmes, bei der wieder Tausende feiern werden, warnt der KPR vor den heimlich verabreichten Drogen, die ihre Opfer willenlos machen und sogar tödlich sein können.
Oft als „Kater“ abgetan
Meist sind die Opfer Frauen, viele von ihnen werden vergewaltigt oder ausgeraubt. Aber auch Männer sind betroffen. Von den 19 Verdachtsfällen des vergangenen Jahres konnten bislang drei bestätigt werden, weiß Polizeisprecherin Susanna Heusgen. Das Problem: Aus Scham meldeten sich die Opfer gar nicht oder erst zu spät bei den Behörden – die K.O.-Tropfen seien nach sechs bis zwölf Stunden kaum noch im Blut oder Urin nachweisbar. „Anzeige erstatten sollte man im Verdachtsfall aber unbedingt“, so Heusgen.
Die Polizei rät: Partygänger sollten bei der Zubereitung ihrer Getränke – gerade, wenn sie von Dritten eingeladen werden – dabei sein: Am besten mit Freunden zur Theke gehen und die Drinks nie unbeaufsichtigt lassen. Wem plötzlich schwindelig wird, sollte auf keinen Fall mit fremden, womöglich besonders „hilfsbereiten“ Personen mitgehen, sondern sich ans Zelt- oder Kneipenpersonal wenden und im Verdachtsfall sofort Polizei und Krankenwagen rufen.
Bei den perfiden Tätern beliebt sind offenbar die sogenannten GHB-Tropfen, auch bekannt als Liquid Ecstasy. Aber auch andere Drogen werden angewandt. „Die meist farblose Mixtur aus verschiedenen Narkotika ist annähernd geruchs- und geschmacksneutral“, weiß Dr. Britta Gahr, Rechtsmedizinerin der Uniklinik.
Betroffene nicht selten traumatisiert
Die Auswirkungen sind so vielfältig wie fatal: Am Anfang verspüren die Vergifteten häufig ein Hochgefühl, verlieren ihre Hemmungen, werden schließlich extrem schläfrig. Lässt die Wirkung nach, sind die Betroffenen nicht selten stark traumatisiert. „In der Regel wird die Erinnerung stark beeinträchtigt“, so Gahr. Dass K.O.-Tropfen im Spiel waren, werde oft nicht erkannt: Viele würden ihre Symptome als „Kater“ abtun. Sind sich die Betroffenen unsicher, können sie erst einmal selbst eine Urinprobe vornehmen und später die Polizei kontaktieren.
Der KPR hat zum Thema eine Internetseite geschaltet: Unter www.ko-tropfen-duesseldorf.de gibt es Hinweise, Tipps und Adressen für Opfer und deren Angehörige.
10:01
das alles wiederholt sich doch seit jahren. auf der kirmes waren doch schon immer taschendiebe mit KO-tropfen unterwegs. unverständlich, warum diese olle kamelle schon wieder aufgewärmt wird. liegt das vielleicht am sommerloch ?
21:41
Ko Tropfen bei eBay
Ko tropfen: Reihenweise Angebote Ko tropfen? Ab zu eBay!
www.ebay.de/Ko Tropfen
(siehe auch Anzeige weiter oben, links im Artikel)
18:46
Das kann einem auch so in der Altstadt oder wo anders beim Feiern passieren ... was das nun mit der Rheinkirmes speziell zu tun haben soll ... Naja hauptsache mal wieder ein Artikel in der Zeitung ...
16:52
Alter Hut, bitte was neues...
15:31
Taschendiebe am Bahnhof, und in der Stadt Geschäfte die dich übers Ohr hauen und auf der Rheinkirmes bekommst du den Rest mit KO-Tropfen. Für die Landeshauptstadt kein gutes Aushängeschild, aber naja es muss ja weiter gespart werden, kein Wunder das die Polizei der Kriminalität da nicht mehr Herr wird. Das nennt man Kaputtgespart! Und wehe es wird mal wieder einer der Volksverräter ausgeplündert, dann schreit man lauthals nach Verboten - dabei müsste deren Dummheit noch zusätzlich bestraft werden?!