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Stadt macht die Haltestellen sicherer

13.03.2009 | 18:11 Uhr
Stadt macht die Haltestellen sicherer

Nach dem jüngsten Straßenbahn-Unglück auf der Kölner Landstraße zieht die Stadt jetzt Konsequenzen: Sie wird besonders kritische Fußgänger-Überwege an Haltestellen mit akustischen Warnmeldern ausstatten. Sobald sich eine Bahn nähert, ertönt ein Gong.

Wie berichtet, wurden am Mittwoch ein 45-jähriger Fußgänger und eine 54-jährige Frau, die die Gleise Richtung „Hinter den Höfen” überqueren wollten, von einer Bahn der Linie U 77 angefahren. Der Mann starb an der Unfallstelle, die Frau befindet sich im kritischen Zustand auf der Intensivstation. Die Ursache ist noch unklar. Der Fahrer konnte nicht befragt werden, er steht unter Schock. Experten des Landeskriminalamts versuchten gestern vor Ort, den Unfall zu rekonstruieren.

Die gefährlichste

Bahnstrecke

Vor Ort war auch Roland Hahn, stellvertretender Chef des städtischen Verkehrsmanagements. Die Kölner Landstraße macht ihm seit langem Sorgen: An derselben Stelle starb erst im vorigen Jahr ein 86-jähriger Fußgänger. Der Abschnitt zwischen Werstener Kreuz und Bonner Straße zählt zu den gefährlichsten Bahnstrecken in der Stadt - mit bisher vier Toten.

Hahn hatte sich seit den 90er Jahren immer wieder bemüht, den Brennpunkt zu entschärfen, schaltete Gutachter ein, sorgte für zusätzliche Warn-Blinklichter und bessere Markierungen. Er machte zeitweise auch diesen Versuch: Wenn die gelben Lichter an den Gleisen blinken, schaltet auch die Fußgängerampel an der Straße auf Rot. Doch das schaffte keine zusätzliche Sicherheit: „Es liefen viel mehr Fußgänger einfach bei Rot über die Fahrbahn”, so Hahn.

Oft ist es die Unachtsamkeit der Passanten, die zu den schweren Unfällen führt. Deshalb will die Stadt nun Gong-Melder an den Übergängen installieren. Nach dem Unfall hat Roland Hahn für nächsten Dienstag eine Sondersitzung der städtischen Unfallkommission einberufen. Bis dahin ist seine Liste fertig, weiß er, welche Übergänge Warnmelder bekommen. Einige Standorte stehen schon fest: drei bis vier an der Kölner Landstraße, ein weiterer am Rather Broich. Dort war vor wenigen Monaten ein 14-jähriger Schüler tödlich verunglückt.

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Michael Mücke

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