Stadt informiert über Umbau der Benderstraße

Gerresheim..  Über die anstehenden Umbauarbeiten auf der Benderstraße und die Kanalbauarbeiten auf der Heyestraße informieren Stadt und Rheinbahn im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Montag, 27. April, ab 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Marie-Curie-Gymnasium, Gräulinger Straße 15. Anwohner haben hier die Möglichkeit, sich über Bauphasen, Anliegermanagement und Verkehrsführungen während der Bauarbeiten zu informieren.

Nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie wird die Straßenbahnlinie 703 durch die Stadtbahnlinie U 73 ersetzt. Bedingt durch die Breite der neuen Stadtbahnfahrzeuge müssen die vorhandenen Gleise teilweise gespreizt werden. Ein barrierefreier Ausbau der Haltestellen mit einer Länge von 60 Metern ist zwingend erforderlich. Die Kosten für die Umgestaltung der Benderstraße belaufen sich auf etwa 3,9 Millionen Euro für die Stadt und rund 5,35 Millionen für die Arbeiten der Rheinbahn.

Derzeit hat die Wohn- und Einkaufsstraße vier Fahrstreifen mit Parkständen und Gehwegen. In den beiden mittleren Fahrspuren liegen die Straßenbahngleise. Künftig besteht die Benderstraße aus einer 8,60 Meter breiten Fahrbahn, rechts und links einem je zwei Meter breiten Parkstreifen sowie dem Gehweg, der je nach Lage etwa vier Meter breit ist. Die beiden Fahrstreifen sind jeweils 4,30 Meter breit und werden vom Individualverkehr, Straßenbahn und Radfahrern gemeinsam genutzt. Neben dem 2,80 Meter breiten Gleisbereich bleibt für den Radverkehr ein Streifen von 1,50 Meter.

Da es nur noch eine Fahrspur je Richtung gibt, ist das an der Bender-straße beliebte „Zweite-Reihe-Parken“ nach dem umbau nicht mehr möglich, da sonst die Straßenbahn behindert würde.

Die vorlaufenden Arbeiten der Stadtwerke zur Verlegung der Versorgungsleitungen sind bereits seit Juli 2014 im Gange. Bevor nun die Rheinbahn und die Stadt mit ihren Arbeiten beginnen, sollen nochmals die Anlieger informiert werden.

FDP befürchtet Probleme bei Umbau

Gibt es bei dem Umbau der Benderstraße Probleme? Das befürchtet zumindest die FDP. „Nach Aussage von Baufachleuten vor Ort hat man im Zuge der derzeitigen Arbeiten festgestellt, dass die Benderstraße nicht den erforderlichen Unterbau hat, um eine tragfähige Asphaltdecke und die Gleiskörper der Stadtbahn zu tragen“, sagt Sönke Willms-Heyng, Sprecher der FDP in der Bezirksvertretung 7. „Die Straße müsste nach Auskunft der Baufachleute in ihrer ganzen Länge 30 Zentimeter tief ausgekoffert und neu gegründet werden. Wenn das zutrifft, hätte das vermutlich weitreichende Konsequenzen für den Zeitplan und die Finanzierung und gravierende Folgen für die Belastung von Anwohnern, Geschäftsleuten und Kunden.“

Die FDP nimmt dies zum Anlass, entsprechende Fragen für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung 7 (Dienstag, 28. April, Rathaus Gerresheim) zu stellen. So wollen die Liberalen, die im Gegensatz zu den anderen Fraktionen der Bezirksvertretung und des Stadtrates gegen den Umbau der Benderstraße gestimmt haben, wissen, wann die Verwaltung abschätzen kann, wie viel höher der finanzielle und der zeitliche Aufwand sein werden. Außerdem wird gefragt, ab welchen Abweichungen von den Darstellungen im Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss und damit vom Ratsbeschluss die politischen Gremien einbezogen werden.