Stadt Düsseldorf mahnt zur Vorsicht beim Schwimmen im Rhein

Planschen wie hier am Rhein bei Kaiserswerth ist erlaubt – aber weiter rein sollte man nicht in den Strom. Das ist zu gefährlich.
Planschen wie hier am Rhein bei Kaiserswerth ist erlaubt – aber weiter rein sollte man nicht in den Strom. Das ist zu gefährlich.
Foto: sergej lepke
Was wir bereits wissen
Nach dem ersten Todesfall des Jahres warnen Stadt und Rettungsdienste vor den Gefahren des Rheins. Selbst geübte Schwimmer können in Not geraten.

Düsseldorf..  Der Sommer hat noch gar nicht richtig begonnen und schon gibt es den ersten toten Schwimmer im Rhein. Wie bereits berichtet, wurde an Christi Himmelfahrt ein 30-Jähriger beim Baden im Rhein in Höhe der Oberkasseler Brücke von der Strömungen erfasst, unter Wasser gezogen und abgetrieben. Der von Rettungstauchern der Feuerwehr aus dem Wasser gezogene und dann reanimierte Mann aus Mönchengladbach ist einen Tag später in der Uni-Klinik gestorben.

Die Stadt nimmt diesen Vorfall zum Anlass, ausdrücklich vor den Gefahren des Rheines zu warnen. „Sommerliche Temperaturen und die bessere Wasserqualität der natürlichen Gewässer in Düsseldorf locken so manchen Bürger zum Bad ins kühle Nass“, so die Stadt. „Doch das erfrischende Vergnügen birgt Gefahren in sich!“ Denn laut Feuerwehr, DLRG, Wasserwacht und Wasserschutzpolizei können auch geübte Schwimmer bei Unterströmungen in Not geraten.

Baggerseen sind besonders heikel

Besondere Vorsicht ist an den Düsseldorfer Baggerseen geboten, da sie durch Grundwasser gespeist werden. Dadurch ändern sich Wassertemperatur, Gestalt, Tiefe und Uferformation regelmäßig und drastisch. Wer ein Jahr später an einen vermeintlich bekannten Baggersee kommt, kann dort völlig andere Verhältnisse vorfinden. Wenige Meter vom Ufer weg herrschen oft eisige Wassertemperaturen. Dort kann es auch für geübte Schwimmer gefährlich werden. Baden ist nur erlaubt, wo Betreuung gegeben ist, also in den Strandbädern am Unterbacher See.

An fast allen See gilt Badeverbot

Für alle anderen Baggerseen gilt Badeverbot, also für:

Angermunder Baggerseen westlich und östlich des Heiderweges

Suitbertussee

Fliednersee

Lambertussee in Kaiserswerth

Lichtenbroicher Baggersee am Flughafen

Südpark-See

Unisee

Elbsee Süd und Nord

Im Rhein ist das Schwimmen nach der Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen Rhein und Schifffahrtsweg Rhein-Kleve in bestimmten Zonen verboten. So herrschen 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen absolutes Badeverbot. An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf auf keinen Fall geschwommen werden.

Schwimmer sollten am Rand des Rheins bleiben

Allerdings ist auch andernorts Baden im Rhein nach Angaben der zuständigen Wasserschutzpolizei nicht ungefährlich. Beispielsweise an so genannten Kribben – ins Wasser ragende Steinaufschüttungen, die das Wasser bremsen – bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen. Strömung herrscht auch in der Fahrrinne. Daher sollten Schwimmer eher am Rand des Stromes bleiben. Wenn ein Schiff vorbei fährt, zieht dies das Wasser an. Der Eindruck des niedrigeren Wasserstandes verlockt Kinder, in den Fluss zu waten. Unterschätzt wird die Gefahr des „Rückschwalles“: Das Wasser kehrt in Wellen zurück.

Generell sollten Menschen, die sich, trotz der damit verbundenen Risiken, zum Baden in den Rhein oder die Baggerseen wagen, einige Regeln beachten. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt, die Deut-sche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die DRK-Wasserwacht, und die Wasserschutzpolizei appellieren, diese einzuhalten:

Nie überhitzt ins Wasser gehen.

Nie alkoholisiert schwimmen gehen.

Nie mit vollem Magen ins Wasser gehen.

Nie mit ganz leerem Magen Schwimmen gehen.

Eltern sollten ihre Kinder an den Gewässern im Auge behalten.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.duesseldorf.de, Unterpunkt Freizeit.