Sprung zurück ins Berufsleben

Die Kinder sind im Kindergarten und in der Schule. Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um ins Berufsleben zurückzukehren. Wären da nicht die vielen Unsicherheiten. Wie hat sich der Beruf weiterentwickelt, der ursprünglich erlernt und ausgeübt wurde? Wie viel Flexibilität wird erwartet? Antworten gibt eine Sprechstunde in der Agentur für Arbeit.

Paraskewi T., 47 Jahre, ist nach der Geburt ihrer beiden Kinder zu Hause geblieben. Erst brauchte die Familie sie voll und ganz. Doch mit der Zeit schaffte sie sich kleine Freiräume. Sie suchte sich immer wieder Aushilfsjobs, die ihr ausreichend Flexibilität boten, um sich weiter um ihre Familie kümmern zu können. Doch damit war sie nicht zufrieden, fühlte sich unterfordert. Sie fasste den Entschluss, wieder in Vollzeit arbeiten zu gehen.

„Es waren auch die finanziellen Aspekte und der Blick auf meinen Rentenbescheid, der mich zu diesem Entschluss bewog“, sagt Paraskewi. Was folgte, war eine eher schwierige Zeit, in der ihr Mann sie sehr unterstützte. „Jetzt bist Du mal dran“, betonte er. Das Coaching „Perspektive Wiedereinstieg“ der Agentur für Arbeit Düsseldorf half ihr zusätzlich: „Das Coaching war auf meine Bedürfnisse und Fragen zugeschnitten. Es waren die richtigen Leute, der Zeitpunkt stimmte und ich wurde darin unterstützt, meinen Weg zu gehen“, so Paraskewi.

Heute arbeitet sie wieder als Zahntechnikerin. Das Unternehmen stellte sich darauf ein, dass eine intensive Einarbeitungsphase notwendig sein würde. Die Arbeitsagentur übernahm für diese Phase anteilig die Kosten. Heute profitiert das Unternehmen von der Erfahrung und Fachkenntnis der neuen Mitarbeiterin.

„Eine reine Arbeitsmarktberatung reicht in vielen Fällen nicht aus“, weiß Dagmar Röntgen, Wiedereinstiegsberaterin in der Arbeitsagentur. „Vielfach machen sich die Eltern Gedanken, wie die Familie und die Kinder mit der neuen Situation zurechtkommen. Eine häufige Sorge ist, dass die schulischen Leistungen der Kinder leiden könnten. In meinen Beratungen stehen daher die Person und ihr Umfeld im Vordergrund. Ich nehme mir Zeit, die persönliche Situation zu betrachten, bevor wir uns den Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt widmen“.