Sparsam und umweltfreundlich heizen

Langenfeld..  Umweltfreundliches und sparsames Heizen wird günstiger, denn seit 1. April gibt es deutlich höhere Zuschüsse für die Nutzung erneuerbarer Energien. Die gestiegenen Sätze des Bundesamts für Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelten für neue Holzpelletheizungen, Solarthermie-Anlagen und Wärmepumpen. „Wer dieses Förderprogramm klug nutzt und mit anderen kombiniert, bekommt in manchen Fällen 30 bis 40 Prozent der Kosten für seine Heizungsanlage erstattet“, sagt Florian Bublies, Energieberater der Verbraucherzentrale in Langenfeld.

Ein Beispiel: Eine Eigenheimbesitzerin lässt zwölf Quadratmeter Solarkollektoren anbringen, die künftig rund ein Viertel der benötigten Wärme liefern. Da für dieses Viertel kein Brennstoff mehr benötigt wird, sinken die Verbrauchskosten. Außerdem lässt sie eine nahezu CO2-neutrale Holzpelletheizung mit Pufferspeicher einbauen. Zusammen zahlt sie dafür 30.000 Euro. Das BAFA gewährt ihr mehrere Zuschüsse in Höhe von insgesamt 6000 Euro. Aus dem Landesprogramm Progress-NRW erhält sie weitere 3580 Euro. Am Ende stehen 9580 Euro Förderung, also 32 Prozent der Kosten. Und den Ausbau ihres alten Ölkessels muss die Eigentümerin dank BAFA auch nur zu 90 Prozent bezahlen.

„Gewusst, wie – so lautet die Devise bei den oft unübersichtlichen, aber lohnenden Förderprogrammen“, sagt Bublies. Das gelte auch für andere Bereiche wie Wärmedämmung oder Photovoltaik. Florian Bublies erklärt wichtige Schritte beim Vorgehen auf dem Weg zum Zuschuss oder Kredit. Fördergeber finden: Neben dem BAFA ist bundesweit die KfW-Bank ein staatlicher Fördermittelgeber für Energiesparmaßnahmen. Dazu zählen zum Beispiel nachträgliche Wärmedämmungen, der Einbau neuer Fenster oder die Modernisierung der Heizung. Gefördert wird mit Zuschüssen oder günstigen Krediten. Darüber hinaus gibt es Landesförderprogramme wie Progress-NRW oder Angebote der NRW-Bank. Eine aktuelle Übersicht gibt es unter www.vz-nrw.de/foerderprogramme.

Immer geklärt werden sollte auch, ob sich mehrere Programme kombinieren lassen. Bedingungen prüfen: Alle Förderungen sind an strenge Bedingungen geknüpft. Wer nur eine einzige davon nicht erfüllt, kann leer ausgehen. Oft betreffen sie das Ergebnis, etwa die zu erreichende Effizienz eines Gebäudes. Das BAFA-Programm zum Heizen mit erneuerbaren Energien beinhaltet unter anderem Listen förderfähiger Anlagen. Nur Geräte, die darauf stehen, werden bezuschusst. Welche Bedingungen im Einzelfall gelten, ist genau zu prüfen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale NRW kennen die Regelwerke und können dabei helfen. Antrag rechtzeitig stellen: Anträge für die BAFA-Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien werden im Nachhinein gestellt, bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme einer Anlage. Die KfW-Förderungen hingegen müssen unbedingt vor Maßnahmenbeginn beantragt werden.

Förderprogramme mit allen Chancen, Klauseln und Haken kennen die Energieberater der Verbraucherzentrale Langenfeld. Sie helfen bei Ratsuchenden zu Hause (90 Minuten/60 Euro) und in der Beratungsstelle am Konrad-Adenauer-Platz (30 Minuten/5 Euro). Termine gibt es im Internet unter www.vz-nrw.de/energieberatung oder unter 0180/1115999 (3,9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreis max. 42 Cent/Minute) sowie in der Beratungsstelle unter 02173 – 8492501. www.vz-nrw.de/foerderprogramme