Das aktuelle Wetter Düsseldorf 11°C
Lichtenbroich.

Sorge um „Klein-Korea“

12.09.2013 | 00:20 Uhr

Lichtenbroich. Die Sozialdemokraten sorgen sich. „Die Zukunft des Wohngebietes der Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft (DÜBS) in Lichtenbroich und deren BewohnerInnen ist weiterhin ungewiss. Wir sehen die Entwicklungen im so genannten ,Klein-Korea’ mit vielen Fragezeichen“, sagt SPD-Ratsherr Frank Spielmann. Die Bewohner des Viertels wurden von „ihrer“ Genossenschaft im Rahmen eines Quartierfestes mit Umbau- und Abrissplänen überrascht. Das 60 Jahre alte Wohngebiet mit rund 500 Wohnungen soll laut einer Machbarkeitsstudie, die der Vorstand auf dem Fest präsentierte, bis 2015 abgerissen und anschließend neu gebaut werden. Sanierungen wären laut der Studie keine Option, da sie im Vergleich zum Abriss teurer wären. Was mit den Bewohnern in der Zwischenzeit passiert und wo sie unterkommen, wurde bisher von der DÜBS nicht dargelegt.

Auch zur Höhe der künftigen Mietpreise gibt es keine Informationen. „Seit dem Quartiersfest herrscht praktisch Funkstille von Seiten der DÜBS. Niemand kennt den Stand des Verfahrens, viele Fragen sind offen“, erklärt Spielmann. „Es handelt sich um ein über die Jahre gewachsenes, tief verwurzeltes Viertel in Lichtenbroich. Durch den Abriss würden bestehende, gesunde soziale Strukturen zerschlagen. Nach dem Neubau ist mit höheren Mieten zu rechnen. Auch langjährigen Mietern soll nach unseren Informationen künftig eine Staffelmiete angeboten werden. Es ist fraglich, ob sich, vor allem die vielen Rentner, die im Wohngebiet leben, in Zukunft das Wohnen dort leisten können“, sagt Spielmann. Die Bewohner haben inzwischen eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen den Abriss ausspricht. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Initiative. Wir haben auch das Gespräch mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der DÜBS gesucht und wurden aber abgewiesen. Wir erwarten, dass die DÜBS ihre Kommunikationspolitik ändert“, so Spielmann.

Die Anwohner wollten zu Recht wissen, wie der Stand des Verfahrens ist und was auf sie zukommen wird. „Vor allem sollte noch einmal intensiv über die Möglichkeit einer Sanierung der Siedlung gesprochen werden. Ich werde auch weiter versuchen, mit der DÜBS ins Gespräch zu kommen, um dort für die Interessen der Anwohner zu werben“, betont der SPD-Politiker



Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
autoimport
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise
Meisterschaft der Bodypainter
Bildgalerie
Körperbemalung
Aus dem Ressort
Düsseldorfer Flughafen baut für den XXL-Flieger A380 um
Luftverkehr
Der Airbus A380 könnte schon bald in Düsseldorf landen. Mit großen Umbauarbeiten bereitet sich der Flughafen auf die Ankunft des größten Passagierflugzeugs der Welt vor. Bisher machte der Monsterjet im Linienbetrieb einen Bogen um die Landeshauptstadt. Ein neuer Verbindungsanbau wird derzeit gebaut.
Landgericht Duisburg kassiert Nazi-Devotionalien ein
Nazi-Symbole
Nazi-Plakate hingen über seinem Bett, er trank aus einer Hitler-Smiley-Tasse und wollte in zwei Duisburger Bunkern angeblich ein Museum über Luftangriffe auf Duisburg eröffnen. Verurteilt wurde ein 43-jähriger Düsseldorfer vom Landgericht Duisburg schließlich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Nagelneue Wasserzähler werden wegen Bakterien ausgetauscht
Hygiene
Krankenhauskeime sind für die meisten Menschen ungefährlich, aber im Trinkwasser will man sie trotzdem nicht haben. Darum rücken jetzt in tausenden Haushalten die Mitarbeiter der Wasserversorung an - und bauen frisch installierte Zähler aus. Denn die Geräte wurden als Bakterienschleudern entlarvt.
Kraft fordert finanzielle Hilfen vom Bund für Flüchtlinge
Flüchtlinge
Nach dem positiven Echo auf den Flüchtlingsgipfel in NRW hat sich Ministerpräsidentin Kraft (SPD) für mehr Hilfen vom Bund und schnellere Asylverfahren ausgesprochen. Weil über 1600 Jugendlichen ohne Eltern als Flüchtlinge in NRW leben, setzt der Flüchtlingsgipfel auf ein Patenschafts-Programm.
Sperrung aufgehoben - Bahn fährt wieder ins Ruhrgebiet
Bahn
Viele Züge fuhren gar nicht, andere hatten 100 Minuten Verspätung: Auf der starkbefahrenen Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg ging am Mittwochmorgen nach einem Personenunfall nichts mehr. Der RE1 wurde umgeleitet, der RE2 und der RE6 fuhren nur bis Essen.