Solarleuchten statt alter Gaslaternen?

Die Straßenbeleuchtung gehört zu den Themen, die in Düsseldorf immer wieder gerne diskutiert werden. Meist geht es dabei um den Erhalt der historischen Gaslaternen. So war im Umweltausschuss die Frage aufgekommen, wann die Gaslaternen im Hofgarten wieder ans Netz gehen – sie waren nämlich nach dem Sturm Ela abgeschaltet, abgebaut und eingelagert worden (NRZ berichtete). Warum nicht einmal über eine solarbetriebene Straßenbeleuchtung nachdenken, dachte sie Renate Böhm von den Grünen und brachte das Thema in den Umweltausschuss ein.

Umweltdezernentin Helga Stulgies berichtete, dass der Einsatz solarbetriebener Leuchten bereits am Benrather Schlossufer und an einer Bushaltestelle in Angermund getestet wurde. In Angermund sei die Solaranlage gestohlen worden. Am Schlossufer habe sich gezeigt, dass die Technik nicht genug ausgereift sei. In hiesigen Breiten seien eine zuverlässige Aufladung der Batterien und eine kontinuierliche Einsatzfähigkeit der Lampen nicht gewährleistet.

Der Einsatz solarbetriebener Leuchten könne in Bereichen sinnvoll sein, in denen kein Strom verfügbar ist, sagte Stulgies. Wegen der fehlenden sozialen Kontrolle dort, drohten Vandalismusschäden. Zudem stünden Kosten und Aufwand in keinem Verhältnis zu den Einsparungen durch Solarenergie.