So schön wird Düsseldorfs erste russische Kita

Beim Entwurf der Kita haben sich die Architekten von Faltbildern inspirieren lassen, die Kinder gerne basteln. Die Holzfassade soll Wärme ausstrahlen.
Beim Entwurf der Kita haben sich die Architekten von Faltbildern inspirieren lassen, die Kinder gerne basteln. Die Holzfassade soll Wärme ausstrahlen.
Foto: OH
Im Frühjahr 2016 soll die erste russische Kita am Tannenhofweg eröffnen. 30 Kinder unter drei Jahren und 44 über drei Jahren sollen dort Platz finden.

In Düsseldorf leben mehr als 40 000 russischsprachige Menschen. Für ihre Integration setzt sich seit 13 Jahren der Verein AVP ein. Die Abkürzung steht für Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive. Der Verein wird nun erstmals Träger einer Kita, für die der Grundstein am Tannenhofweg gelegt wurde. Der Kupferrolle, die OB Thomas Geisel mit Vereinsvorstand Sergej Aruin einmauerte, waren neben Euromünzen auch einige Rubel beigefügt. „Von einer Kita haben wir immer geträumt, jetzt geht der Traum in Erfüllung“, sagte Aruin.

Auf dem städtischen Grundstück, das zuvor als Hundeauslaufwiese genutzt wurde, sollen in dem Neubau 30 Kinder unter drei Jahren und 44 Kinder über drei Jahren betreut werden. Von den insgesamt vier Gruppen sind zwei deutschsprachig, in den anderen beiden Gruppen wird die deutsche und die russische Sprache gefördert. Zu den weiteren Angeboten zählen musikalische Früherziehung und Ökologiepädagogik. Die Betreuungszeiten sind von sieben bis 17 Uhr. Jugenddezernent Burkhard Hintzsche betonte, dass die Einrichtung offen für alle Kinder sei. Neben dem Ausbau der Kitaplätze sei es der Stadt wichtig, die Qualität der Betreuung zu sichern und zu verbessern.

Bezirksvorsteher regt Jugendfreizeitstätte an

Architekt Thomas Pape vom Dortmunder Architekturbüro Derwald erklärte, für den ungewöhnlichen Grundriss mit miteinander verbundenen eckigen Elementen habe man sich von Faltbildern leiten lassen, die Kinder gerne anfertigen. Außerdem sei berücksichtigt worden, dass die Kinder bei schlechtem Wetter auch drinnen Fangen und Verstecken spielen können und dafür den nötigen Platz bekommen. Die Holzfassade soll Wärme vermitteln. Zum Abschluss regte Bezirksvorsteher Wilhelm van Leyen an, auf der Wiese noch eine Jugendfreizeitstätte zu errichten.