So klappt es mit dem Gratis-Internet

Langenfeld/Monheim..  Wer gratis im Internet surfen möchte, kann dies an immer mehr Stellen tun. Monheim baut bereits seit Herbst 2013 ein drahtloses lokales Netzwerk (WLAN) aus, hat bereits sieben hierfür notwendige Sender - so genannte Hotspots - angebracht. Langenfeld zieht seit letztem Mai nach und hat bislang drei solcher Anlagen installiert. Beide Städte kündigen für dieses Jahr einen weiteren Ausbau an. Damit unterscheiden sie sich von vielen anderen Gemeinden, die sich insbesondere wegen Bedenken in Bezug auf Haftungsfragen vor solchen öffentlichen Hotspots scheuen.

„Wir haben im Schnitt über 400 Zugriffe pro Tag“, berichtet Monheims Rathaussprecher Thomas Spekowius. Dass sich so viele Menschen im Empfangsbereich eines Hotspots einwählen, bestätige die Strategie der Gänselieselstadt. „Das Thema ,Internet-Verfügbarkeit’ wird in Monheim bewusst sehr hoch gehängt.“ Wenn auch noch das Glasfaser-Netz flächendeckend verlegt ist, dann seien die Möglichkeiten optimal. „Wie eine gute Verkehrsanbindung ist auch der Anschluss an ein schnelles Datennetz ein wichtiger Standortfaktor.“

Um unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet-Computer gratis ins Internet zu gelangen, müssen sich Spaziergänger und Cafébesucher in der Nähe eines Hotspots aufhalten. Gut abgedeckt ist die Monheimer City rund ums Rathaus. Wer ein schnelles Netz sucht, stößt sofort auf den Zugang „StadtMonheimamRhein“ (siehe Infobox). Genauso funktioniert es an den weiteren Monheimer Hotspots: Rheinpark/Monberg, Feuerwache, Kulturzentrum, Rheincafé/Altstadt und Feuerwehrhaus Baumberg.

Noch im Januar soll Spekowius zufolge am Kulturzentrum Sojus 7 der nächste Sender angebracht werden. „Danach folgen bis zum Sommer an der Krischerstraße gleich zwei Hotspots; in Höhe der Linden- und der Mittelstraße.“ Sie werden im Zuge der laufenden Straßenarbeiten in den Lichtmasten installiert, wann genau sie in Betrieb gehen, stehe noch nicht fest. „Zwar strahlt der Hotspot am Rathausplatz schon weit in die Krischerstraße rein, aber je nach Wetterlage nicht zuverlässig.“ Ende 2015/Anfang 2016 folgen laut Spekowius zwei weitere Sendeanlagen in Baumberg am Dorfplatz bei St. Dionysius sowie an der Haupt-/Nähe Schwanenstraße, außerdem im Rheinbogen, wo im geplanten Landschaftspark Spaziergänger dann Informationen über den Rhein und die Natur via Internet abrufen können.

In Langenfeld haben die Stadtwerke in Kooperation mit dem Marketing-Verbund Kommit bislang an der Markthalle, am Marktkarree und am Stadtwerke-Kundenzentrum Hotspots angebracht. Nach Angaben von Citymanager Jan Christoph Zimmermann decken sie die Fußgängerzone und angrenzende Bereiche gut ab. „Wir wollten viele gastronomische Betriebe einbeziehen.“ Die Nachfrage sei groß, es seien weit über 10 000 IP-Adressen angemeldet. „In Langenfeld ist die Übertragungsgeschwindigkeit mit 100 Megabit pro Sekunde hoch, so dass viele Menschen etwa bei Stadtfesten Fotos aufnehmen und gleich wegschicken können“, sagt Stadtwerke-Chef Kersten Kerl.

Vor dem Familienfest

Er kündigte für dieses Jahr weitere Hotspots am Berliner Platz und im Freizeitpark Langfort („wir hoffen, dass das noch vor dem Familienfest gelingt“) an. Außerdem seien Richrath-Mitte und Reusrath in der Vorplanung. „Ob das noch 2015 klappt, wissen wir noch nicht.“

Wer in Hotspot-Nähe in der WLAN-Einstellung „Langenfeld-Net“ wählt, bekommt über die Startseite von „Langenfeld-Net“ vier Stunden gratis Zugang (nach Registrierung sogar unbegrenzt).