Servicestelle für Beteiligung beauftragt

Angermund..  Seit knapp einem Jahr fordert die RRX-Bürgerinitiative in Angermund einen runden Tisch und die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zum Mammutprojekt Rhein-Ruhr-Express, um eine Lösung beim Zankapfel Schallschutz in Angermund zu finden. Gespräche zwischen Bürgerinitiative und Deutsche Bahn liefen schleppend bis gar nicht, doch nun scheint Bewegung in den Dialog zu kommen. Die Bürgerinitiative hat die allparteiliche Servicestelle für Beteiligung in NRW („Dialog schafft Zukunft“) beauftragt, als Vermittler einen solchen runden Tisch auf den Weg zu bringen. Auch konkrete Vorschläge zur Besetzung des Runden Tischs sowie eine Geschäftsordnung hat die Initiative erarbeitet, um diese Gespräche zum Ziel zu führen.

Sonst wird das nichts...

„Wir möchten, dass der RRX für NRW und Düsseldorf ein Erfolg wird und auf die Schiene kommt, stellt Elke Wagner, Aktive des Vereins heraus. Sie hat klare Vorstellungen, wie das gehen kann: „Wir Betroffene in Angermund müssen beim RRX und Trassenausbau endlich maßgeblich beteiligt werden und am Runden Tisch auf Augenhöhe mit den Entscheidern einen Konsens für die bestmögliche Schallschutzlösung in Angermund finden. Sonst wird das mit dem RRX und Gleisausbau in Angermund so schnell nichts“.

Wenn es nach der Bürgerinitiative geht, sitzen neben der Deutschen Bahn auch Entscheider von Bund, Land NRW und der Stadt Düsseldorf mit der Initiative am Tisch, der von einem unabhängigen Moderator geleitet wird. Ein unabhängiger Moderator ist ausdrücklich auch vom Rat der Stadt Düsseldorf gewollt.

Gespräche zwischen Servicestelle und Entscheidern laufen – zu deren Stand wollte sich die Bürgerinitiative derweil noch nicht äußern. Ein Beispiel aus Norddeutschland stimmt die Angermunder aber optimistisch. Dort wurde in einem transparenten Diskussions- und Beteiligungsprozess im Rahmen des „Dialogforums Schiene Nord“ Hand in Hand mit Bürgerinitiativen, Politik und Deutscher Bahn ebenfalls ein Konzept zur Erweiterung der Schieneninfrastruktur erarbeitet.

„Stuttgart 21 zeigt es doch: Großprojekte gehen nur mit den Betroffenen – icht gegen sie. Statt langatmiger Streitigkeiten und massivem Bürgerverdruss, ist unser Runder Tisch nach dem Vorbild aus Norddeutschland die Chance, das Großprojekt RRX verträglich und im Einklang mit uns Betroffenen auf die Schiene zu bringen“, so Wagner.