Seniorenrat will bekannter werden

Erkrath..  Sie sind über 60 Jahre alt, wollen sich engagieren und sich deshalb für die Belange älterer Menschen einsetzen. Der Seniorenrat Erkrath, der im vergangenen Jahr neu gewählt wurde, will nun durchstarten und hat dabei erst einmal eines im Sinn: „Wir wollen bekannter werden“, sagt der neue Vorsitzende Timo Kremerius. Er selbst habe vor seiner Kandidatur von dem Gremium gar nichts gewusst. as soll sich schon bald ändern. Für März hat der Seniorenrat zwei Podiumsdiskussionen mit den Kandidaten für die Erkrather Bürgermeisterwahl im September geplant. Am 18. März können Interessierte, egal welchen Alters, den Kandidaten in der Erkrather Stadthalle auf den Zahn fühlen. Einen Tag später wird die Diskussion im Hochdahler Bürgerhaus wiederholt. „Die Erkrather sollen Gelegenheit haben herauszufinden, wen sie künftig als Bürgermeister haben möchten“, sagt Kremerius. Und da dies ein Thema sei, das alle Erkrather angehe, hofft Kremerius auf viele Besucher, damit „die Stadthalle möglichst voll wird“.

Darüber hinaus bietet der Seniorenrat einmal im Monat Sprechstunden an. In den wärmeren Monaten wollen die Mitglieder des Seniorenrats dann raus zu den Menschen. „Ich werde einen Stehtisch mit Sonnenschirm anschaffen, damit wir mit diesem Stand auf dem Hochdahler Markt präsent sein können“, sagt der Vorsitzende. Denn der Seniorenrat möchte wissen, wo bei den Senioren in Erkrath der Schuh drückt. Denn nur dann können die Mitglieder helfen. „Wir wollen uns nämlich niemandem aufdrängen“, sagt Kremerius. Er und seine Mitstreiter haben aber noch mehr Ideen, beispielsweise Arztveranstaltungen anzubieten. Fachleute sollen über verschiedene medizinische Themen referieren.

Ob fehlende Laternen im Bavierpark, zu wenig Bänke rund um den Hochdahler Markt oder Stolperfallen auf Gehwegen, der Seniorenrat will den Älteren bei Problemen im Alltag helfen. Denn der Draht zur Verwaltung ist kurz, vieles kann auf kurzem Dienstweg erledigt werden. Und um die Anschaffung neuer Bänke zu finanzieren hat Kremerius auch schon eine Idee: „Ich werden Unternehmen ansprechen und versuchen, sie als Sponsoren zu gewinnen. Die bekommen dann im Gegenzug ein Schild an der Bank.“

Apropos Finanzen: Dabei hat der neue Seniorenrat schon einen Erfolg zu verbuchen. Statt der bisherigen 500 Euro werden ihm künftig für seine Arbeit 3500 Euro pro Jahr zur Verfügung stehen.

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