Selim Varols goldener Ofen

Pizza mit Kartoffeln und Käse? Ist zumindest ein vegetarisches Angebot und hat das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal eines Restaurants. Wie auch die Variante mit Avocado. Am Wochenende eröffnete Selim Varol, Mann mit Hang zu Preziosen und Betreiber des „What’s Beef“ seinen Pizza-Tempel. Der ist im ehemaligen Toykio an der Immermannstraße/Ecke Oststraße. Blickfang dort ist der goldene Ofen, in dem der Teig sekundenschnell gebacken ist.

Food-Philosoph Varol betont, dass er, wie in seiner Hipster-Burgerbraterei, nur erstklassige Zutaten verwendet. Eine spezielle, alte Tomatensorte, ein besonderes Mehl, Teig, der sechs Stunden geht, bevor er seiner Bestimmung entgegen sieht. „Wir verzichten darauf, den Teig zu schlagen und zu werfen“, betont Varol. Durch die lange Ruhezeit gelänge der Fladen – allein durch Ausrollen. Montags bis donnerstags gehören ausschließlich vegetarische/vegane Pizzen zum Angebot, freitags bereichert Fisch die Karte, am Wochenende wird Fleisch angeboten. „Ich esse selbst auch Fleisch und will keinen erziehen“, begründet Varol. Dass die angebotenen Produkte ein gewisses Maß an Köstlichkeit erreichen, ist die Aufgabe des Betriebsleiters Dominik Grzeschik, seines Zeichens Koch auf Sterneniveau. Zum Test gab es vor der Eröffnungsfeier das Original: Pizza mit Tomaten und Mozzarella.