Sechs Verletzte bei Auffahrunfall auf der A3 bei Mettmann

Sechs Fahrzeuge waren in den schweren Unfall auf der A3 verwickelt.
Sechs Fahrzeuge waren in den schweren Unfall auf der A3 verwickelt.
Foto: OH
Was wir bereits wissen
Nach einem schweren Unfall auf der A3 kam es auch in Erkrath zu Verkehrschaos, weil die Umleitungsstrecke wegen eines Karnevalszugs gesperrt war.

Erkrath/Mettmann.. Durch die Unachtsamkeit eines 28-jährigen Oberhauseners ist es am Samstagmittag auf der A3 zwischen Mettmann und dem Kreuz Hilden zu einem Zusammenstoß von insgesamt sechs Autos gekommen. Sechs Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Köln für 90 Minuten gesperrt werden, zeitweise staute es sich bis auf 20 Kilometer.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr der 28-jährige Mann gegen 12.30 Uhr auf der A3 in Richtung Köln, als er etwa einen Kilometer hinter der Anschlussstelle Mettmann einige auf der Fahrbahn verkehrsbedingt langsam fahrende Pkw übersah. Er prallte zunächst mit hoher Geschwindigkeit auf den direkt vor ihm fahrenden Wagen, der daraufhin vier weitere Autos ineinanderschob. Der Pkw des 28-Jährigen kam rechts von der Fahrbahn ab und blieb auf dem Grünstreifen stehen.

37-Jährige schwer verletzt

Die gesamte Fahrbahn wurde mit Trümmerteilen übersät. Bei der Karambolage wurden fünf Personen leicht und eine 37 Jahre alte Frau aus Oberhausen schwer verletzt. Sie war die Beifahrerin des Unfallverursachers. Die Frau wurde in eine Spezialklinik gebracht. Dort blieb sie zur stationären Behandlung. Nach Angaben der Polizei bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr.

Während der rund 90-minütigen Aufräum- und Bergungsarbeiten wurde der Verkehr an der Ausfahrt Mettmann abgeleitet. Die maximale Staulänge in Richtung Köln betrug 20 Kilometer, die in Gegenrichtung drei. Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von rund 160 000 Euro.

Offizielle Autobahn-Umleitung gesperrt

Durch die Sperrung der A3 in Richtung Köln/Frankfurt kam es am Samstagmittag auch zu einem Verkehrschaos in Alt-Erkrath. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Mettmann/Hubbelrath abgeleitet und über die offizielle Umleitungsstrecke über Hubbelrath, Alt-Erkrath und Unterbach zum Hildener Kreuz geleitet. Dummerweise startete am Samstag um 14.11 Uhr der Karnevalszug durch Alt-Erkrath. Dadurch war die Hauptverbindungsstraße, also auch die offizielle Autobahn-Umleitung, gesperrt. In Alt-Erkrath kam es wegen der Sperrungen und des erheblichen Umleitungsverkehrs zu einem Verkehrschaos. Nach dem Zug musste die Feuerwehr zusätzlich auf der Umleitungsstrecke die Neanderstraße sperren: Ein Trecker hatte große Mengen Öl verloren, das von der Feuerwehr aufgenommen werden musste.