„Schon wieder Baustellen vor der Haustüre“

Seit gut einem Monat ist Johanna Groeneweg-de Kroon Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof am Wehrhahn.
Seit gut einem Monat ist Johanna Groeneweg-de Kroon Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof am Wehrhahn.
Foto: Lammert
Was wir bereits wissen
Die Niederländerin Johanna Groeneweg-de Kroon ist die neue Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof am Wehrhahn in Düsseldorf. Sie hat dort einiges vor.

Düsseldorf..  Seit gut einem Monat ist Johanna Groeneweg-de Kroon Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof am Wehrhahn. Ein Monat, in dem sie sich schon ein gutes Bild vom Haus und der Umgebung hat machen können. „Es ist ein tolles Haus und ein super Team“, sagt sie.

Die in den Niederlanden geborene und dort auch noch wohnhafte 55-Jährige wollte eigentlich Juristin werden. „Ich habe dann aber flott zum Handel gewechselt“, sagt sie. Und zwar zu Vroom Dressmann, einer niederländischen Warenhauskette. Vor zwölf Jahren dann der Wechsel zum Kaufhof. Bevor sie in Duisburg Geschäftsführerin wurde, machte sie in mehreren Galeria Kaufhof-Häusern Station. Auch die Filiale am Wehrhahn in Düsseldorf gehörte dazu. „Jede Menge von den Mitarbeitern kannten mich sogar noch“, erzählt sie davon, wie sie am 10. Januar, ihrem ersten Arbeitstag in der Landeshauptstadt, mehr als herzlich aufgenommen wurde.

Schnell wurde ihr aber auch die aktuelle Situation vor der eigenen Haustür bewusst. Leicht geschmunzelt habe sie, als sie die ganzen Baustellen gesehen und ihr die Verkehrsbehinderungen bewusst geworden wären. „Ich hatte in Duisburg schon mit den Auswirkungen der Bauarbeiten auf der A 59 zu tun“, sagt sie. Jetzt habe sie mit dem Bau der Wehrhahnlinie und der geplanten Umgestaltung der Schadowstraße schon wieder Baustellen vor der Haustür. „Es ist immerhin schon eine gute Persepektive, dass die Baufahrzeuge für den Kö-Bogen 2 nicht über die Schadowstraße, sondern durch den Hofgarten geleitet werden sollen“, sagt sie.

Schadowstraße schwieriger Standort

Der Standort Schadowstraße sei aktuell alles andere als einfach. Sie hofft, dass die neue Flächengestaltung zügig voran schreite. „Danach ist alles super“, sagt sie. Eine positive Einstellung hat sie auch, was die Zukunft der Warenhäuser angeht. „Wir sind lebendig und arbeiten ständig an Konzepten, dass es so bleibt“, sagt sie.

Galeria Kaufhof sei in der glücklichen Lage stationär und online verknüpft zu sein. Das heißt, dass der Kunde, der einen Artikel, den es aktuell nicht in seinem Warenhaus gibt, vor Ort bestellen kann. „Und der wird dann nach Hause, ins Hotel oder wohin auch immer geliefert“, sagt Johanna Groeneweg-de Kroon. Auch gebe es einen Online-Shop, in dem rund um die Uhr eingekauft werden kann.

Stillstand gibt es für die quirlige Geschäftsfrau nicht. „Man muss daran arbeiten, dass es weitergeht und den Kunden etwas zusätzliches bieten“, sagt sie. So startet beispielsweise am Samstag, 28. Februar, ein Tornister-Tag. Neben den Schultragetaschen für den Rücken wird es an dem Tag jede Menge Informationen für die Eltern der Erstklässler in spe geben.

„Man bietet dann eben nicht nur einen Artikel, sondern auch das passende Feeling dazu“, so Johanna Groeneweg-de-Kroon. Sie ist sicher: „Wenn so etwas gut umgesetzt wird, lohnt es sich für den Kunden zu uns zu kommen.“ Sie ist der festen Überzeugung: „Das Warenhaus ist mehr als lebendig.“