Schöner sparen leicht gemacht

Mal zu einem Konzert in die Stiefschwesterstadt fahren? Weil es so klangvoll und schön ist, in der Philharmonie dem Freiburger Barock-Orchester zu lauschen? Oder lieber den neuen Gehörschutz bei einem David-Guetta-Konzert im Hockeypark Mönchengladbach testen? Oder noch lieber einfach in die Düsseldorfer Programm-Kinos und Museen gehen?

Für die neue Saison hat die Düsseldorfer Volksbühne ein Kulturprogramm zusammen gestellt, das durch gezielt herausgesuchte Angebote aus den Nachbarstädten bereichert wird. Mit rund 11 500 Mitgliedern ist sie die drittstärkste Volksbühne der Republik und vermittelt etwa 180 000 vergünstigte Tickets.

Wunschzettel schreiben

Der Jahresbeitrag beträgt sechs Euro. Pro Saison müssen die Mitglieder Karten für zehn verschiedene Veranstaltungen buchen. Dafür gilt es, vorab aus den angebotenen Veranstaltungen einen „Wunschzettel“ zu erstellten. Ein weiterer Vorzug ist, dass neben den vergünstigten Tickets auch die art:card zum ermäßigten Preis erhalten werden kann. Die positive Entwicklung der Düsseldorfer Volksbühne lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass sehr genau beobachtet wird, was Kulturkonsumenten Freude macht.

„Tickets für die TV-Show ‘Let’s Dance’ sind der Renner“, sagt Stefan Jürging, Geschäftsführer der Volksbühne und Chef des Savoy-Theaters an der Graf-Adolf-Straße. So ist das Portfolio jetzt um Popkonzerte und Festivals erweitert worden. Das Open Source Festival (27. Juni, Galopprennbahn Grafenberg), die Juicy Beats im Dortmunder Westfalenpark oder das Deichbrand-Festival an der Wurster Nordseeküste setzen ein deutliches Zeichen. Ebenfalls neu sind Vorstellungen, die im Rahmen der Ruhrtriennale (14. 8. - 26- 9.) und der Oper Wuppertal gebucht werden können.

Wer statt in die Ferne zu schweifen lieber das naheliegende Gute erleben möchte, wird ebenfalls fündig. Das Angebot bietet Unterhaltsames wie eine Burlesque-Show, Retro-Revolutionäres wie ein Hannes-Wader-Konzert, gar einen fulminanter Blockflöten-Abend mit „Wildes Holz“ in der Freizeitstätte Garath. Am besten blättert frau durch das Programmheft, erschreckt ihren Mitbewohner durch ein ständiges „Da-müssen-wir-hin“-Gemurmel und freut sich auf eine tolle Kultursaison – inklusive „schöner sparen“.