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Langenfeld

Scharfe Kritik an der Planung des RRX

02.06.2012 | 07:00 Uhr
Scharfe Kritik an der Planung des RRX
Planerisch auf dem falschen Gleis - kritisiert Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider: Der RRX. Foto: NRZ

Langenfeld. Für Bürgermeister Frank Schneider ist die Sache klar: Die Planungen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) laufen auf dem völlig falschen Gleis. Kein Halt in Langenfeld und dann auch noch Mängel beim Schallschutz – seinen Unmut darüber hat sich Schneider auf mehreren Seiten von der Seele geschrieben. In einer ausführlichen Stellungnahme an die Bezirksregierung Düsseldorf fordert der Langenfelder Bürgermeister umfangreiche Nachbesserungen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wies gestern Abend gegenüber der NRZ die Forderungen aus Langenfeld zurück.

Punkt eins bei Schneider: In Langenfeld und Monheim wohnen mehr als 100 000 Menschen. Dass der RRX diese Wirtschaftsregion links liegen lässt – und nur in Düsseldorf und Leverkusen hält, ist für Schneider schlicht ein Unding. Er schlägt stattdessen vor, die RRX-Routen so zu takten, dass Stopps in Düsseldorf-Benrath, Köln-Mühlheim und Langenfeld möglich sind.

Und Punkt zwei: Bereits heute beschallen drei stark befahrene Bahntrassen die Stadt. Mit den RRX-Gleisen käme weiterer Lärm hinzu. Hier vermisst Schneider einen angemessenen Schallschutz und verweist auf Gutachten, die der Bezirksregierung längst vorlägen. Deutsche Bahn und das Land NRW müssten bei der Planung des RRX Verantwortungsbewusstsein zeigen.

In ihrer Stellungnahme zu der scharf formulierten Kritik, verwieß Bahnsprecherin Andrea Brandt gegenüber der NRZ zunächst darauf, dass es sich beim RRX um ein Projekt des Bundes handele. Da dieser die schnelle Verbindung, zum Beispiel zwischen Köln und Dortmund, finanziere, bestimme der auch über die Zahl der Haltestellen. In einem Gutachten aus dem Jahre 2006 sei Langenfeld nicht als Haltepunkt vorgesehen. Der Lärmschutz sei von unabhängigen Experten nach Recht und Gesetz geplant worden. All dies werde die Deutsche Bahn der Stadt Langenfeld und ihrem Bürgermeister gerne auch persönlich darlegen. Es habe allerdings auch schon Gespräche deswegen gegeben.



Kommentare
03.06.2012
16:54
Scharfe Kritik an der Planung des RRX
von Duesseldorfer_Steuerzahler | #1

Wenn man RXX Busse realisiern würde, währ das Preiswerter und Bequemer. Man hält aber am Bahnmonopol im Nah (und zum Teil Fernverkehr) fest. Das fördert nur Arbeitscheue und ewig Streikende Gewerkschaftsysteme, die keine Steuernzahler braucht.

Wann wird die EU Endlich gegen diese Arbeitscheune-Kartelle vorgehne?

mfg

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