Ruderer klagen wegen Unfall bei ZDF-Show

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Was wir bereits wissen
Ein erfolgreiches Ruderboot, die Premieren-Sendung von Markus Lanz als „Wetten dass“-Moderator in Düsseldorf und ein Unfall – all das beschäftigte am Montag das Düsseldorfer Landgericht.

Düsseldorf..  Es geht um 8850 Euro, die eine Versicherung an die Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 zahlen soll, aber bisher nicht zahlen will. Um doch noch eine friedliche Einigung zu finden, setzen sich alle Parteien jetzt noch einmal zusammen.

Im Oktober 2012 bestand der Frankfurter Ruder-Achter bei der ZDF-Show seine Fernseh-Wette mit Bravour. Das Team sollte einen Wakeborder im Medienhafen übers Wasser ziehen – über einen 300 Meter langen Slalomkurs mit mindestens 14 Bojen. Das klappte bestens. Trotzdem denken die Hessen nicht mit ungetrübter Freude an jenen Düsseldorf-Trip. Denn für die nationale Meisterschaft im Sprintrennen für Ruderachter (die am nächsten Tag im Elfrather See in Krefeld anstand) hatten die Frankfurter damals noch ein zweites, rennfähiges Boot aus Hessen mitgebracht.

Auf einem Wendehammer geparkt

Dieses Rennboot samt Trailer wurde während der ZDF-Sendung auf einem Wendehammer nahe dem Gelände des Düsseldorfer Ruderclubs Germania geparkt. Als dort aber der Fahrer eines 20-Tonnen-Sattelschleppers zu wenden versuchte, rammte er das Frankfurter Rennboot. Ergebnis: Das 20 000-Euro-Boot war nicht mehr rennfähig, aus Heidelberg musste eilig Ersatz beschafft werden, die Frankfurter wurden damit bei den Meisterschaften nur vierter von sechs Booten. Ihre Klage stützt sich jetzt nicht auf dieses Abschneiden bei der Meisterschaft, sondern auf die Kosten für zusätzliche Fahrten sowie auf Gebühren für das Leih-Boot bis zur Reparatur ihres Rennbootes. Warum die Crew nicht mit dem Show-Boot aus der ZDF-Sendung zum Titelkampf angetreten war, erklärte der zweite Club-Chef aus Frankfurt gestern so: „Das wäre, als ob Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit einem Oldtimer fahren müsste.“