Rotlicht-König Bert Wollersheim festgenommen
03.07.2012 | 19:13 Uhr 2012-07-03T19:13:00+0200
Düsseldorf. Er gilt als Düsseldorfs Rotlicht-König und als Meister der Selbstinszenierung. Doch vorerst muss Bert Wollersheim auf Glanz und Glitzer verzichten. Am Dienstag wurde der 61-Jährige festgenommen.
Er ist die schillernde Figur des zwielichtigen Milieus in Düsseldorf, inszeniert sich gerne vor Kameras mit langer blonder Mähne, Tattoos und Klunkern. Bert Wollersheim, häufig mit der Stretch-Limousine unterwegs und Gast am Boxring bei WM-Kämpfen, hat seinen nächsten öffentlichen Auftritt wohl vor Gericht. Bei einer Großrazzia in der Rotlichtszene wurde der 61-jährige Bordellbetreiber am Dienstagmorgen mit zehn weiteren Beschuldigten festgenommen. Sie müssen sich wegen einer ganzen Latte von Delikten verantworten, an der Spitze stehen schwerer Raub, Erpressung, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.
Eine ganze Armada mit 379 Polizisten, 63 Steuerfahndern, elf Staatsanwälten und 40 Spürhunden rückte gegen sechs Uhr früh aus. Sie durchsuchten 46 Objekte, darunter auch Bars, Table-Dance-Etablissements, Steuerberaterbüros und Privatwohnungen in Bonn, Wuppertal, Voerde, Monheim, Meerbusch und Boppard. Im Blickpunkt standen aber fünf Bordelle in Düsseldorf, im Zooviertel und am Hauptbahnhof.
Druckmittel gegen Kunden
„Wir ermitteln in dieser Sache schon seit zehn Monaten. Einige geprellte und abgezockte Freier hatten sich bei uns gemeldet, und ein ehemaliger Bordell-Mitarbeiter hat die erhobenen Vorwürfe bestätigt“, sagte Roland Wolff, Einsatzleiter der Polizei.
Die Masche: Die Freier wurden von den Prostituierten mit K.o.-Tropfen, Kokain oder Amphetaminen in Getränken vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Dann nahmen sich andere Mitarbeiter die Kreditkarten der Opfer, zogen sie durch die Lesegeräte und belasteten sie bis zum Anschlag, teilweise mit Beträgen von mehr als 10.000 Euro. Anschließend wurden die Kunden in eindeutigen Posen fotografiert, um ein Druckmittel gegen sie in der Hand zu haben.
Konkret sind die Fahnder 17 Fällen mit einer Schadenssumme im sechsstelligen Bereich auf der Spur. „Die Dunkelziffer liegt aber garantiert um ein Vielfaches höher“, ist sich Wolff sicher.
Teilweise wurde die Freier bis zu 20 Stunden lang unter Betäubung gehalten. Auch am Dienstag fanden die Beamten in einem Zimmer an der Rethelstraße einen Kunden, „der in keiner Weise ansprechbar war. Wir haben ihn sofort in ein Krankenhaus bringen lassen. Das ist extrem gefährlich. Ein Wunder, dass noch nicht mehr passiert ist“, betonte der Einsatzleiter.
Hotline für Opfer
Bei der Razzia beschlagnahmten die Fahnder zahlreiches Beweismaterial, darunter Abrechnungen, Kokain, Amphetamine, Computer, iPads, wertvolle Uhren und 150 000 Euro Bargeld. Elf Beschuldigte, Geschäftsführer, „Service-Mitarbeiter“ und Prostituierte nahmen die Beamten fest. Sie leisteten keinen Widerstand.
Nach sechs anderen Verdächtigen wird weiter gefahndet, insgesamt sind 80 Personen im Visier der Fahnder. „Der harte Kern der Bande ist uns aber ins Netz gegangen“, versicherte Wolff.
Hauptverdächtiger ist der 47-jährige Thomas M., Chef der Betriebsgesellschaft, der vier der fünf Düsseldorfer Etablissements gehören. Der gelernte Frisör Wollersheim, der im Fernsehen bei „Das perfekte Promi-Dinner“ auftrat, mit dem der Krawallsender RTL 2 eine mehrteilige Doku-Soap drehte und der immer wieder in Klatschblättern auftaucht, gilt nur als die Nummer zwei. „Er gehört zwar auch zur Geschäftsführung, fungierte jedoch eher als Repräsentant, sollte mit seiner Bekanntheit die Kunden anlocken“, erklärte Wolff.
Heute werden alle elf Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt, die Ermittlungen dauern an. Die Polizei hofft, dass sich jetzt mehr Opfer der perfiden Masche melden, um Anzeige zu erstatten. Das Präsidium hat deshalb eine Hotline für sie geschaltet: 0211/8705701.
20:58
Und der Staat kassiert fleissig SexSteuer. Man sollte das verbieten. Das Elend und die Not von Frauen auch noch auszunutzen. Die Frauen gehen nicht freiwillig anschaffen, sondern weil sie in Not sind oder waren. Und der Staat bereichert sich auch daran.
Es gibt viele Frauen, die gerne und freiwillig anschaffen gehen. Die haben zum großen Teil nicht mal Zuhälter. Aber es gibt natürlich auch die dunkle Seite der Branche. Und dass da die Kommunen mit kassieren, ist in der Tat eine Schande!!
20:33
Abgesehen von Schuld oder Unschuld solcher Personen , wie auch den adoptierten
Prinz und den dauergeilen Opa von 80 im Fernseh zu bringen ist armselig.
Wie soll die Fernseh- Botschaft lauten ,Sexgeschäft macht reich , ich bin der Superbürger und bringe der Gesellschaft mit meinem dasein Seligkeit oder ich bezahl die Mädchen und mache sie mit Zusatzgeschenke glücklich/gefügig (sonst pennen die ja auch nicht mit mir.) oder Werbung für Potenzmittel?
Vielleicht zahlen die Herren für ihre Präsentation richtig Kohle als Werbung für ihr Geschäft. Die Ehefrauen werden sich freuen, auch wenn wir das Jahr 2012 schreiben
das ist unterste Schublade im Fernsehn.
Hier wird mir spei übel.
19:39
Man soll ja wirklich niemanden vorverurteilen, aber ich bin jetzt schon auf die dummen Sprüche/Ausreden der TV-Sender gespannt, die diesen Zuhälter (und das ist er ja nun mal) dauernd in ihre Sendungen holten bzw. ihm sogar eine eigene widmeten!!