Rosenmontagszüge sollen starten - "Polizei ist wachsam"

Polizisten im Einsatz beim Rosenmontagszug in Düsseldorf 2014.
Polizisten im Einsatz beim Rosenmontagszug in Düsseldorf 2014.
Foto: Archiv: Bernd Lauter / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Trotz der Absage des Umzuges in Braunschweig sollen die Rosenmontagszüge starten. Laut NRW-Innenministerium ist die Polizei aber sensibilisiert.

Düsseldorf/Mainz.. Die Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf und Mainz mit jeweils mehreren Hunderttausend Zuschauern sollen trotz der Absage des Umzuges in Braunschweig wie geplant starten. "Wir haben keine Hinweise auf Bedrohungen", sagte am Sonntag ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Die Polizei sei aber sensibilisiert. In Mainz hieß es, bis jetzt gebe es keine konkreten Hinweise auf eine Terrorgefahr. "Aber wir sind sehr wachsam", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval sagte: "Wir gehen davon aus, dass alles wie geplant läuft."

"Von einer abstrakten Gefahr wissen wir selbstverständlich", sagte die Essener Polizei-Sprecherin Tanja Hagelüken, aber die gelte nicht allein für Essen, sondern für alle Städte. Daher sei die Polizei wachsam, die Aufmerksamkeit sei erhöht. "Das gilt besonders für die Staatsschutzdiensstellen", sagte Hagelüken, stellt aber gleichzeitig klar: "Es gibt in Essen aktuell keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung oder Hinweise auf geplante Anschläge."

Terrorgefahr Auch die Behörden im Südwesten betonten, die Fastnachtsumzüge im Land seien nicht gefährdet. Es lägen bislang keine Erkenntnisse vor, die Sicherheitsmaßnahmen rechtfertigen würden, teilte das Lagezentrum im Innenministerium in Stuttgart mit. Auch das Landeskriminalamt plant nach Angaben eines Sprechers keine Maßnahmen.

Karnevalszug in Braunschweig nach Terrorwarnung abgesagt

Zuvor war der Karnevalsumzug in Braunschweig kurz vor dem Start wegen Hinweisen auf mögliche Terroranschläge abgesagt worden. Aus "zuverlässigen Staatsschutzquellen" sei bekanntgeworden, dass "eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund vorliege", hieß es bei der Polizei.

Nach zwei Terroranschlägen in Kopenhagen binnen weniger Stunden hatte die Polizei den mutmaßlichen Attentäter am Sonntagmorgen erschossen. (we/dpa)