Rock im Sektor“ statt Rock im Pott - Düsseldorf attraktiver“

Linkin Park-Sänger Chester Bennington.
Linkin Park-Sänger Chester Bennington.
Foto: Ilja Höpping
Was wir bereits wissen
Während Düsseldorf mit „Rock im Sektor“ ein neues Festival in der Arena bekommt, fällt „Rock im Pott“ auf Schalke erneut aus – eine bewusste Entscheidung.

Düsseldorf.. Da ist es nun also doch: das Stadionkonzert für Düsseldorf in diesem Jahr. Und dann gleich in der Deluxe-Version. „Rock im Sektor“ heißt das neue Ein-Tages-Festival in der Esprit Arena, für das mit Linkin Park, Kraftklub und den Broilers bereits drei zugkräftige Acts feststehen. Zwei weitere Bands, die laut Veranstalter eine Art Vorprogramm bilden, sollen in Kürze folgen.

„Linkin Park, Kraftklub und unsere Lokalhelden Broilers an einem Tag - es ist sensationell, welches Line-Up ‚Rock im Sektor‘ am 5. September aufbietet. Wir freuen uns sehr, dass wir den Musikfans ein Festival im Fußballstadion bieten können und sind schon gespannt, welche Acts wir zusätzlich noch präsentieren können“, so Manfred Kirschenstein, Prokurist bei Düsseldorf Congress Sport Event (DCSE).

Lösung mit vereinten Kräften

Noch vor wenigen Wochen hatte man befürchten müssen, dass es nach dem erfolgreichen Konzertjahr 2014 in diesem Jahr gar kein musikalisches Großereignis in der Arena geben könnte. Im Vorjahr hatten die Rolling Stones, Udo Lindenberg und die Teenie-Schwärme von One Direction dort für ein volles Haus gesorgt. Bei der Vorstellung der DCSE-Jahresbilanz vor rund einem Monat hieß es noch als Erklärung, dass 2015 wenige Stars auf Tour wären, die ein Stadion füllen könnten. Nun also die Lösung mit vereinten Kräften.

Etwas Besonderes ist der Auftritt in der Arena vor allem für die Brolers. Die Düsseldorfer Punkrocker standen dort zwar schon einmal als Support der Toten Hosen auf der Bühne, die Rolle als Co-Headliner ist für sie aber noch neu. „Das ist schon alles sehr aufregend für uns“, sagte Broilers-Frontmann Sammy Amara im Gespräch mit unserer Redaktion: „Als Lokalmatador da aufzulaufen ist natürlich toll. Und es ist ein schöner Abschluss, unser letztes Konzert in diesem Jahr. Danach werden wir erst mal wieder eine Zeit lang in den Proberaum krabbeln.“ Seit ihrem vorletzten Album „Santa Muerte“ ging es für die Düsseldorfer, die da bereits 15 Jahre im Geschäft waren, plötzlich weit nach vorne ins Rampenlicht. Ihr jüngstes Album „Noir“ knüpfte an den Erfolg an. Große Kulissen sind die Broilers daher inzwischen gewohnt. 2014 füllten sie zu ihrem 20. Geburtstag unter anderem den ISS Dome und spielten etwa auf den zuschauerstarken Festivals Hurricane und Southside. Nervosität spürt die Band daher „nicht wirklich“, so Amara, „aber eine gute Aufgeregtheit schon.“

“Rock im Sektor“ ist sozusagen der kleine Bruder des Festivals „Rock’n’Heim“, das die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) in diesem Jahr zum ersten Mal am Hockenheimring veranstaltet. Knapp zwei Wochen früher treten dort ebenfalls Linkin Park und Kraftklub auf. Dass das in Düsseldorf Zuschauer kosten könnte, befürchtet man beim Veranstalter offenbar nicht. Ein zweites Festival im selben Einzugsgebiet muss jedoch auch 2015 wieder dran glauben: „Rock im Pott“, das 2012 und 2013 in der Arena auf Schalke stattfand, wird es erneut nicht geben. Begründete man die Absage im vergangenen Jahr noch mit dem Fehlen geeigneter Headliner, sind die Argumente in diesem Jahr andere: „Bei Linkin Park als zentrale Attraktion halten wir Düsseldorf für den geeigneteren Standort“, erläutert MLK-Sprecherin Katharina Wenisch: „Außerdem ist Düsseldorf die attraktivere Schnittstelle zwischen Rhein und Ruhr.“