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Rheinbahn in Düsseldorf patrouilliert nach brutalem Angriff auf U-Bahn-Fahrer

11.04.2012 | 11:54 Uhr
Rheinbahn in Düsseldorf patrouilliert nach brutalem Angriff auf U-Bahn-Fahrer
Das Verwaltungsgebäude der Rheinbahn in Düsseldorf. Nach einer brutalen Attacke auf einen U-Bahnfahrer gehen Security-Mitarbeiter jetzt verstärkt auf Streife. Foto: Kai KitschenbergFoto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Der brutale Angriff auf einen 39-jährigen U-Bahn-Fahrer am Kamper Acker in Düsseldorf-Holthausen ist immer noch ungeklärt. Obwohl die Rheinbahn nur wenige Stunden später eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt hat, fehlt von den Tätern jede Spur.

Die Rheinbahn in Düsseldorf zählt jedes Jahr rund zehn Übergriffe auf Rheinbahner und Kontrolleure. Doch einen derartigen Überfall wie vor dem Osterwochenende hatte es noch nicht gegeben: „Das war heimtückisch“, empörte sich Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. „Die Gründe für diese Gewalttat sind für uns nicht nachvollziehbar.“ Und auch die Polizei sprach von einem einmaligen Vorfall: „Von so etwas hatte ich bisher noch nie gehört“, sagte Polizeisprecherin Susanna Heusgen.

Wie berichtet, machte der Fahrer der U 74 an der Stadtbahn-Endhaltestelle Holthausen am Gründonnerstag gegen 23.58 Uhr eine kurze Pause, als ihm plötzlich ein Mann eine Flasche gegen den Kopf schlug und anschließend mit zwei weiteren Personen Richtung Kölner Landstraße flüchtete.

Fahrer steht unter Schock

Der verletzte Fahrer steht unter Schock, er konnte auch am Dienstag nicht seinen Dienst antreten. Nach der Tat besuchte ihn Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar zu Hause und gab die klare Botschaft aus: „Wir kümmern uns. Sie sind nicht allein.“

Die Rheinbahn hat inzwischen reagiert und eigenes Sicherheitspersonal zum Tatort geschickt. Die Security-Mitarbeiter sind dort jetzt verstärkt auf Streife, um die Bahnfahrer zu schützen. Sie sollen sich zudem vor Ort ein eigenes Bild machen. „Wir wollen uns mit der Stadt, dem Ordnungsamt und der Polizei zusammensetzen, um die derzeitige Situation am Kamper Acker zu analysieren“, sagt Unternehmenssprecher Georg Schumacher.

Die Polizei konnte das Opfer noch nicht vernehmen. Eine heiße Spur gibt es nicht. Trotz der hohen Belohnung gingen bisher keine konkreten Hinweise ein, so Susanna Heusgen. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats 35 dauern an.

Michael Mücke

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