Rechte wollen den langen Weg gehen

Die „Dügida“-Demonstration wird die Landeshauptstadt schon vor ihrem geplanten Beginn um 18.30 Uhr beschäftigen. Der Anwalt von Demo-Anmelderin Melanie Dittmer (Pro NRW) hat gestern Vormittag beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Auflagen der Polizei eingereicht. Da die Eildienste des Gerichts für Samstage eingerichtet sind, werden sich die zuständigen Juristen heute Vormittag mit der Klage beschäftigen. Eine Entscheidung wird noch für heute erwartet. Dittmers Ziel ist es, dass sich die Teilnehmer des „Dügida“-Aufzugs wie in der vergangenen Woche vor dem Hauptbahnhof versammeln dürfen. Ihr Anwalt, Björn Clemens, wehrt sich in der Klage dagegen, dass die Polizei ihre Beschränkungen der Demonstration mit Sicherheits- und Verkehrsproblemen im Bereich des Düsseldorfer Hauptbahnhofes begründet hat. Für die Lage am Hauptbahnhof sei es unerheblich, ob die Versammlung bis zur Oststraße verlaufe oder nur zum Stresemannplatz. Die Düsseldorfer Polizei hatte den „Dügida“-Aufzug am Freitag mehrere Auflagen erteilt. Die Teilnehmer sollen sich demnach auf der Bismarckstraße versammeln. Zudem wurde die Strecke verkürzt: Der Aufzug der Gruppe soll nur bis Stresemannplatz führen und nicht weiter zur Berliner Allee.

Zeitgleich mit „Dügida“ wollen verschiedene Gruppen für Toleranz und Vielfalt demonstrieren. Ein breites Bündnis rund um den Düsseldorfer Appell hat eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus auf der Friedrich-Ebert-Straße (vor dem DGB-Haus) angemeldet. Dort werden unter anderem die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann und der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, als Redner erwartet.