Raupennester haben 40 Eichen befallen

Lichtenbroich..  Um die Population des Eichenprozessionsspinners einzudämmen, beseitigt die Stadt derzeit entlang der Wanheimer Straße Raupennester an 40 befallenen Eichen beseitigt. Die Raupenhaare können bei direktem Kontakt allergische Reaktionen auslösen. Deshalb sollten befallene Bäume unbedingt gemieden werden. Eine Spezialfirma übernehme die Entfernung der Nester. Die Nester werden von Fachleuten zunächst mit einem Bindemittel besprüht und dann fachgerecht entsorgt, teilt das Gartenamt mit. Die Arbeiten werden voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen sein.

Die trockene Witterung der vergangenen Wochen hat an einigen Eichen im Stadtgebiet die Entwicklung der Raupen des Eichenprozessionspinners begünstigt. Mitarbeiter der Stadt kontrollieren vorsorglich regelmäßig den Eichenbestand an Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Kinderspielplätzen. In diesen besonders sensiblen Bereichen werden die Raupen entfernt.

Die Stadt informiert darüber, was zu tun ist, wenn ein Mensch mit den Raupenhaaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt gekommen ist: Man sollte sich nicht kratzen, dadurch dringen die Haare tiefer in die Haut ein, zudem sollte man die Kleider sofort wechseln, gründlich duschen und den Kopf waschen, bei Augenkontakt (Entwicklung einer Bindehautentzündung) sofort den Augenarzt aufsuchen, bei Atemnot ebenfalls sofort einen Arzt aufsuchen. Bei geringfügiger Ausprägung von Hautsymptomen, heißt es, seien meist keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Allerdings kann nicht nur der direkte Kontakt mit den Raupen oder den Raupennestern, sondern auch der Aufenthalt in der Umgebung befallener Bäume zu Kontakt mit den Raupenhärchen führen: Die Haare können über den Wind in der näheren Umgebung von befallenen Bäume verbreitet werden. Als Reaktion des Körpers kommt es sechs bis acht Stunden nach Kontakt zu einer geröteten juckenden Entzündung der Haut. Fragen zum Thema beantwortet das Gesundheitsamt unter 89-96090.