Ran an die künftigen Chefs
28.01.2010 | 17:14 Uhr 2010-01-28T17:14:00+0100Düsseldorf. Es riecht nach Arbeit: Der Geruch von frischen Holzspänen und heißem Lötdraht liegt über dem Markt der Möglichkeiten, der gestern in der Aula der St.-Benedikt-Hauptschule an der Charlottenstraße aufgebaut war.
Zum elften Mal gaben hier Unternehmen und weiterführende Schulen den Acht-, Neunt-, und Zehnt-klässlern die Möglichkeit, verschiedene Berufe live zu erleben. 26 Firmen konnte Rektorin Gabriele Westerwelle für ihren Markt akquirieren, darunter namhafte Größen wie die Telekom, C&A oder die Bundeswehr, aber auch lokale Ausbilder wie die Bäckerei Josef Hinkel oder das Martinuskrankenhaus.
Zu Beginn fiel es den Jugendlichen noch schwer, auf die Profis zuzugehen. Um ihnen ihre Schüchternheit zu nehmen, hat sich Gabriele Westerwelle dieses Mal Fragebögen ausgedacht, die die Schüler mit ihren möglichen Ausbildern ins Gespräch bringen sollten. „Außerdem kommen so auch mal die Mädchen zu den Tischlern und die Jungen zu den Friseurinnen”, lächelt sie.
Während sich die meisten an jenen Ständen drängten, an denen sie Metall feilen, Holz bearbeiten oder Steine verlegen durften, hat sich Patrik Lauf zur Bundeswehr gewagt. Für den 14-Jährigen hatte Leutnant Normen Molz stolze sieben verschiedene Berufe in petto. Die bietet die Bundeswehr in Kooperation mit der Wirtschaft an. „Vor allem Tätigkeiten in der Verwaltung oder im Bereich der Lagerlogistik”, zählte der Beratungsoffizier auf.
Einige Unternehmer nutzten den Markt der Möglichkeiten gleich, um Auszubildende für sich zu gewinnen. Josef Hinkel, Schirmherr des Marktes und einst Schüler an der Hauptschule, hat bereits vier Lehrlinge vom St.-Benedikt. „Per Handschlag sind es heute noch zwei mehr geworden”, freut sich Rektorin Westerwelle. Mit einem solchen Ergebnis ist die „Marktfrau” mehr als zufrieden.
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