Ramadan bereichert Düsseldorf

Fastenbrechen an der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh, wo sich allabendlich viele Moslems aus der gesamten Region treffen.
Fastenbrechen an der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh, wo sich allabendlich viele Moslems aus der gesamten Region treffen.
Foto: Michael Dahlke
Superintendentin Henrike Tetz, Kirchenkreis Düsseldorf, schreibt Grußwort an Muslime. Bald wollen sie zusammen eine Flüchtlingsdiskussion führen.

Einen segensreichen Ramadan wünscht die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf, Henrike Tetz, allen Düsseldorfer Muslimen, ihren Familien sowie den islamischen Gemeinden und Gemeinschaften.

„Möge diese Zeit ein hoffnungsvolles Licht in unsere Welt werfen, die unter Krieg und Ungerechtigkeit leidet“, schreibt sie in einem Gruß an die Moscheegemeinden der Landeshauptstadt. „Wir erfahren in diesen Tagen deutlich, was für ein Privileg es ist, in Sicherheit zu leben und unsere Religion frei ausüben zu dürfen.“ Zudem unterstreicht sie die Freundschaft der beiden Religionen: „Gott hat ein weites Herz. Deshalb sollten wir als Muslime und Christen weiterhin unsere Verbundenheit über Religionsgrenzen hinweg in dieser Gesellschaft spürbar werden lassen. Schon jetzt erfahren wir die Feier des Ramadans als eine große Bereicherung in der Festkultur und im Gemeinschaftsleben von Düsseldorf.“

Dankbar für Bürgerbündnis gegen Rechtsradikale

Auch auf das Zusammenstehen gegen Demonstrationen von Rechtsradikalen weist hin. „Wir können dankbar sein, dass sich ein so breites Bündnis Bürgern formiert hat, um sich positiv für gegenseitigen Respekt, für gemeinsame Verantwortung und für Toleranz in unserer vielfältigen Stadtgesellschaft einzusetzen.“

Als weitere Herausforderung für die Religionen in der Stadt benennt Tetz die Verantwortung für Flüchtlinge: „Bis zum Ende des Jahres rechnet Düsseldorf mit rund 5000 Asylsuchenden. Da bedarf es konkreter Perspektiven.“ Dazu soll eine gemeinsame Veranstaltung Düsseldorfer Muslime und der Evangelischen Stadtakademie am Montag, 31. August, beitragen. Im Haus der Kirche, Bastionstraße 6, geht es dann ab 18 Uhr um das Leben von Flüchtlingen in Düsseldorf geht. Gemeinsam mit der städtischen Flüchtlingsbeauftragten, Miriam Koch, einem Vorstandsmitglied des Kreises der Düsseldorfer Muslime und mit Journalisten sollen oftgestellte Fragen Antworten finden: Wie sieht das Leben in einer Flüchtlingsunterkunft aus? Was ist eine Erstaufnahmeeinrichtung? Sollte Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen?

Der Fastenmonat endet am 19. Juli

Der Ramadan endet in diesem Jahr am 19. Juli. Während des Monats essen und trinken die Fastenden vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang nichts. Nach dem Fastenmonat, der vom Koran vorgegeben ist, freuen sich besonders die Kinder auf das Zuckerfest, bei dem es viele Süßigkeiten gibt.