Radfahren: schlechte Noten

Beim gerade vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Düsseldorf mit Platz 34 erneut nur unter die letzten fünf der fahrradfreundlichsten Städte ihrer Größe. 39 Großstädte mit mehr als 200 000 Einwohner hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. „Die größten Schwächen hat Düsseldorf beim Sicherheitsgefühl, der Erreichbarkeit des Stadtzentrums und beim zügigen Radfahren“, erläutert Dominik Kegel, Vorstandsmitglied des ADFC Düsseldorf. Deutlich wurde von den 1571 Düsseldorfer Teilnehmern an der Befragung die Breite der Radwege, die Falschparkerkontrolle auf den Radwegen und die Führung an Baustellen kritisiert. Kegel: „Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Düsseldorfer auf dem Rad weiterhin ziemlich unwohl fühlen.“ Der ADFC verkenne nicht, dass sich in letzter Zeit einiges in der Landeshauptstadt getan hat. „Wir freuen uns über zahlreiche Öffnungen von Einbahnstraßen für den Radverkehr oder die neuen großen Radwege wie beispielsweise auf der Kölner Straße“, so der ADFC. „Dies wird auch in der Befragung deutlich“, weiß Kegel. Öffentliche Fahrräder und geöffnete Einbahnstraßen seien die wenigen Stärken der Landeshauptstadt. Der ADFC und setzt auf die neue Ampelkoalition im Stadtrat. „Inzwischen wird der ADFC mehr gefragt und eingebunden“, freut sich Dominik Kegel. „Der Etat für Radverkehr hat sich 2015 verdoppelt, Radfahren ist bei Verwaltungsspitze und den regierenden Politikerinnen und Politikern angekommen. Wir bauen auf einen konstruktiven Dialog mit Politik und Verwaltung.