Oper
Public Viewing mit Rossini und Lehar
16.07.2010 | 22:31 Uhr 2010-07-16T22:31:00+0200
Düsseldorf. Wer gedacht hatte, dass es mit dem Ende der Fußball-WM erst einmal vorbei sei mit dem Public Viewing, der sah sich am Freitag auf dem Burgplatz aufs Angenehmste enttäuscht. Allerdings jubelten die Massen, an die zehntausend Fans sollen es gewesen sein, keinen Ballkünstlern zu.
Sie feierten die Stars aus Oper und Ballett, die „nebenan“ im Opernhaus auftraten. DieGala wurde live auf einer riesigen Leinwand auf dem Burgplatz übertragen.
„Wir gehen auf die Menschen zu“, sagt Generalintendant Christoph Meyer zu diesem Unternehmen, das Berührungsängste abbauen soll. Von den „einfachen Menschen“ hatte im vorigen Jahr Moderator Harald Schmidt ironisch gesprochen und war dafür ganz unironisch ausgebuht worden.
Dieses Mal führten der Schauspieler Jan Josef Liefers und die Journalistin Katrin Bauerfeind durchs Programm, die sich lieber gleich jovial gaben, Opernwitze erzählten und so lange mit dem Publikum einen Opernchor übten, bis das schließlich nachgab. Wer nicht singen konnte, gönnte sich ein Alt oder eine „rheinische Bratwurst“ an einer der Imbissbuden. Denn da der Eintritt für die Oper für alle frei war, gönnte man sich was. Im Opernhaus selbst kostete die Karte zwischen 53 und 175 Euro, Häppchen allerdings inklusive.
Aber ob nun drinnen oder draußen, die Opernfans genossen die „Hits“, wie sie Liefers nannte, von Rossini über Schubert und Bizet und Stimmen wie die von Robert Dean Smith. Und wer an diesem warmen Sommerabend rein zufällig als Gast in die Altstadt kam, der dürfte sich gewundert haben, dass da Tausende von Leuten auf einem Platz stehen und zusammen Oper gucken.
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