Psychisch kranker Patient zündelte in Uni-Klinik
27.10.2009 | 20:22 Uhr 2009-10-27T20:22:00+0100Düsseldorf. Bei einem Brand in der Uni-Klinik wurden am Dienstag drei Menschen leicht verletzt. Der Brand war in der Isolierstation gemeldet worden. Wie die Polizei später mitteilte, hatte ein schwerkranker und psychisch auffälliger Patient an seinem Bett gezündelt.
Nur durch den beherzten Einsatz eines Stationsleiters „konnte Schlimmeres verhindert werden”, erklärte Klinik-Sprecherin Susanne Dopheide. Der Mitarbeiter hatte versucht, das Feuer mit Tüchern zu löschen und sich dabei selbst Brandverletzungen an den Armen zugezogen.
Die Feuerwehr löste gegen sechs Uhr früh Großalarm aus. Drei Löschzüge mit 50 Rettern und zahlreichen Rettungswagen und zwei Notärzte rückten zur Uni-Klinik aus. Der Brand war in der Isolierstation gemeldet worden, wo zehn Infizierte lagen. Wie die Polizei später mitteilte, hatte ein schwerkranker und psychisch auffälliger Patient an seinem Bett gezündelt.
Mitarbeiter verhinderte größeren Schaden
Der 40-Jährige, ein weiterer Patient und der Stationsleiter wurden zur ambulanten Behandlung in die Chirurgie gebracht. Durch das schnelle Eingreifen des Klinik-Bediensteten ist der Sachschaden gering geblieben. Die Feuerwehr, die drei Menschen rettete, hatte den Brand sofort unter Kontrolle.
Der Rauch wurde mit Hochleistungslüftern weggeblasen. Die meisten Patienten konnten in ihren Zimmern bleiben, weil der Qualm nicht bis dorthin gelang. Die Betrieb in der Uni-Klinik und die Versorgung der Patienten waren nicht beeinträchtigt.
Einsatz auf Isolierstation
Bei einem Rettungseinsatz in einer Isolierstation, wo Infizierte mit einem hohen Ansteckungsrisiko untergebracht sind, gelten für die Feuerwehr besondere Vorsichtsregeln. Feuerwehr-Sprecher Hans-Jochen Hermes: „Beim Löscheinsatz selbst sind unsere Männer durch die Atemschutzgeräte und die dicke Kleidung geschützt.”
Die musste aber in Plastiktüten gepackt und verschlossen werden, bevor die Feuerwehrleute die Station verlassen konnten. So wurde ausgeschlossen, dass Keime nach außen gelangen. Die Retter sind auf solche Einsätze vorbereitet. Hermes: „Das lernen sie bereits bei der Ausbildung.”
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