Prozess gegen PKK-Funktionär ab Dienstag
03.11.2008 | 15:42 Uhr 2008-11-03T15:42:00+0100Der Mann lebte in Hilden.
Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf muss sich von Dienstag (4. November) an ein mutmaßlicher Führungsfunktionär der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verantworten. Der 35-jährige Türke kurdischer Volkszugehörigkeit soll laut Anklage unter dem Decknamen "Ciwan" von Juni 2003 bis Juli 2006 zunächst in Düsseldorf und danach in Köln die organisatorischen, finanziellen, personellen und propagandistischen Angelegenheiten für die PKK geregelt haben. Der Mann war im Oktober 2007 in Hilden festgenommen worden. Hier war er gemeldet, hier hat er gewohnt.
Die PKK ist in Deutschland seit 1993 verboten. Die Bundesanwaltschaft sieht die Organisation zwar nicht mehr als terroristische, aber weiterhin als kriminelle Vereinigung an. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) gibt es unter den bundesweit 500.000 Kurden rund 11.500 PKK-Anhänger. Zuletzt machten PKK-Anhänger mit Anschlägen auf drei türkische Geschäfte und ein Auto in Hamburg Schlagzeilen.
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