Postboten legten Arbeit nieder
24.04.2008 | 21:58 Uhr 2008-04-24T21:58:23+0200TARIFKONFLIKT. In Hilden und Langenfeld gestern Probleme bei Brief-Zustellung. Auch Paket-Zusteller haben gestern gestreikt.
HILDEN/KREIS METTMANN. Zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Briefzustellung kam es gestern in Hilden und Langenfeld. In beiden Städten hatte die Gewerkschaft Verdi die Zusteller zu Warnstreiks aufgerufen. Nicht überall wurde die Post zugestellt. "Wir haben versucht, die Folgen des Streiks mit vorhandenen Leuten aufzufangen", sagte Post-Sprecher Friedrich Buttgereit. Dadurch wurde, wenn auch nur in geringerem Maße, auch in bestreikten Zustellbezirken Post ausgetragen.
Betroffen von den Streiks war auch die DHL-Zustellbasis in Langenfeld, die Post-Pakete und Päckchen ausliefert im Düsseldorfer Süden, in Langenfeld, Monheim, Hilden, Erkrath und Mettmann. "In diesen Städten konnten nicht alle Sendungen zugestellt werden", räumte der Post-Sprecher ein. Insgesamt streikten gestern nach Verdi-Angaben mehr als 850 Brief- und Paketzusteller in Nordrhein-Westfalen.
Die seit Anfang April andauernden Warnstreiks bei der Deutschen Post könnten ihren Wettbewerbern Kunden in die Arme treiben. "Aufgrund der aktuellen Situation bemerken wir ein gesteigertes Interesse der Kunden an unseren Angeboten", erklärte der in Ratingen ansässige Post-Konkurrent TNT Post. TNT Post stehe "als Alternative zur Verfügung", unterstrich die deutsche Tochter des niederländischen Post-Riesen TNT. Auch der zweite große Konkurrent der Post in Deutschland, der Briefdienstleister PIN, registriere durch die Arbeitsniederlegungen bei der Post eine erhöhte Zahl von Anfragen, sagte ein Sprecher. Die PIN-Niederlassung in Langenfeld (West Mail) wurde allerdings im Rahmen des Insolvenzverfahrens geschlossen, die Mitarbeiter entlassen.
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