Polizei muss Karnevalisten mit Schlagstöcken abwehren

Polizisten mussten in Düsseldorf Schlagstock und Pfefferspray gegen eine Gruppe Karneval feiernde Männer aus dem Ruhrgebiet einsetzen.
Polizisten mussten in Düsseldorf Schlagstock und Pfefferspray gegen eine Gruppe Karneval feiernde Männer aus dem Ruhrgebiet einsetzen.
Foto: R. Vennenbernd
Was wir bereits wissen
Beim "Kö-Treiben" in Düsseldorf hat sich eine Gruppe Karneval feiernder Männer aus dem Ruhrgebiet eine Schlägerei mit der Polizei geliefert.

Düsseldorf.. Während in Düsseldorf einer der größten Rosenmontagszüge in Deutschland bisher friedlich verläuft, meldet die Polizei, dass es am Sonntag einen gewaltsamen Zwischenfall gegeben hat. Während des traditionellen "Kö-Treibens" am Mannesmannufer soll eine Gruppe von 15 Karnevalisten versucht haben einen in Gewahrsam genommenen Schläger gewaltsam zu befreien.

Die Gruppe soll nach Angaben der Polizei die Beamten "massiv" angegriffen haben. Nur unter Einsatz des Schlagstocks und des Pfeffersprays war es den Polizisten demnach möglich, die Angreifer auf Distanz zu halten, bis Verstärkung eintraf. Vier Männer wurden gefesselt und zur Wache gebracht.

Angreifer kommen aus Mülheim und Oberhausen

Zuvor sind gegen 12.15 Uhr in der Nähe des Marktplatzes zwei Gruppen in einen Streit geraten und haben sich eine Schlägerei geliefert. Als ein 19-jähriger Mülheimer ins Polizeigewahrsam gebracht werden sollte, wurden die Beamten von der etwa 15-köpfigen Gruppe alkoholisierter und teils maskierter junger Männer angegangen und bedrängt.

Erst durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gelang es der Polizei schließlich drei Rädelsführer zu überwältigen. Auf der Wache wurde allen eine Blutprobe zur Feststellung ihres Drogen- und Alkoholkomsums entnommen. Bei einem 18-Jährigen aus Mülheim wurde ein Teleskopschlagstock sichergestellt, bei einem anderen geringe Mengen Marihuana.

Gegen alle vier (18, 19, 19 und 20 Jahre aus Mülheim und Oberhausen) wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte, wegen Gefangenbefreiung und Landfriedensbruchs eingeleitet. (we)