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Kriminalität

Polizei fahndet nach Betrügern von der Kö

04.10.2010 | 12:59 Uhr
Polizei fahndet nach Betrügern von der Kö
Mit diesen Bildern einer Überwachungskamera fahndet die Polizei nach zwei Kreditkartenbetrügern. Im Bild: der erste Gesuchte.

Düsseldorf.Ein Juwelier konnte einen Kreditkarten-Betrüger im Juli im Vorraum seines Geschäftes einsperren. Nun sitzt der 22-Jährige in U-Haft. Die Polizei sucht seine Komplizen nun mit Bildern einer Überwachungskamera, aufgenommen an der Königsallee.

Nachweisen kann die Polizei dem festgenommenen 22-Jährigen einen Betrug mit gefälschten Kreditkarten und zwei Betrugsversuche im Juli 2010. Schon bei den ersten Zeugenaussagen gewannen die Ermittler den Eindruck, dass es sich nicht um die Taten eines Einzelnen handelte. Jetzt fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft mit Bildern aus der Überwachungskamera nach zwei weiteren Männern, die an den Taten vom 16. Juli beteiligt gewesen sein könnten.

Lebensmittelkontrolleure
Die Messlatte liegt hoch

Käse, der eigentlich keiner ist. Dönerfleisch, das vor sich hingammelt. Aufreger um unsere Lebensmittel hat es in den letzten Monaten genug gegeben.

Um die Bürger vor Mogelpackungen oder gar Gesundheitsgefährdungen zu schützen, setzen die Lebensmittelkontrolleure der Stadt Oberhausen für sich selbst eine hohe Messlatte an. Neben den vom Land vorgeschriebenen Proben gibt es ein eigenes Kontrollsystem.

„Wir legen fest, wann wir wiederkommen”, erklärt Holger Füngerlings, der als Leiter des Fachbereichs für Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz auch für die Lebensmittelüberwachung zuständig ist. Beispiel: Haben sich die Kontrolleure einen Betrieb angesehen, bei dem alles in Ordnung war, brauchen sie möglicherweise erst nach 18 Monaten zur nächsten Probe zu kommen. Haben sie aber Mängel festgestellt, kann es sein, dass das Unternehmen unter Umständen alle vier Wochen mit einem Besuch bedacht wird. „Jeden Betrieb einmal im Jahr zu kontrollieren, wird der Sache nicht gerecht”, sagt Füngerlings.

Keine Zahlen

Sechs Lebensmittelkontrolleure sind in Oberhausen im Dauereinsatz. Nach Absprache mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CUVRRW) nehmen sie Proben im Restaurant und in der Imbissbude, im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt, bei Vereins- und Schützenfesten, sogar „am Kiosk, der Brötchen macht”, sagt Füngerlings. „Alles wird regelmäßig untersucht.” Wie viele Proben die Wissenschaftler vom Oberhausener Veterinärmt jährlich untersuchen, kann er nicht genau beziffern. „Mehrere Tausend Proben.”

Die Zahl der Verstöße kann Füngerlings ebenfalls nicht angeben - zu viel zu tun und zu wenig Personal in den Ferien, um die Ergebnisse rauszusuchen. Abgesehen davon hätten die nackten Zahlen auch keine Aussagekraft. Zur Erläuterung greift Füngerlings zu einem fiktiven Beispiel: „Wenn wir bei 1000 Untersuchungen 500 Mängel feststellen, verfälscht das das Bild.” In 400 Fällen hätte der Betrieb womöglich einfach eine Halterung falsch aufgehängt oder die Papierhandtücher nicht nachgefüllt. Die Bürger könnten sicher sein: „Was auffällt, wird geahndet”, so der Fachbereichsleiter. „Wir müssen auch immer mal wieder Betriebe schließen.”

Beide Personen waren am Tattag in und vor den betroffenen Geschäften gesichtet worden und hatten sich durch ihr Verhalten verdächtig gemacht. Den Angestellten besonders in Erinnerung geblieben war ein circa 30 Jahre alter und etwa 1,80 bis 1,85 Meter großer Mann. Der sportlich-schlanke Typ hatte sich in akzentfreiem Deutsch immer wieder nach Münzen und Goldbarren erkundigt.

Er trug ein schwarz-weiß kariertes Oberhemd, eine dunkle Jeans und weiße Turnschuhe. Der zweite Tatverdächtige wird auf Mitte 20 geschätzt, ist ebenfalls schlank und circa 1,80 Meter groß. Er trug ein schwarzes Langarmshirt.

Der 22-jährige Mann aus Lettland sitzt seit seiner Festnahme im Juli in Untersuchungshaft. Er war zuvor in Deutschland noch nicht in Erscheinung getreten und schweigt sich sowohl zu der Tat als auch zu seinen Mittätern aus.

Das Kriminalkommissariat 21 bittet um Hinweise unter der Rufnummer 0211 / 8700.

DerWesten

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